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zum erstenmal seit 20 Jahren eine Frage allgemeiner Natur:die Bergleute glaubten sich berechtigt, an dem erhöhten Ge-winn der Besitzer durch Lohnerhöhung teilzunehmen. DerGewerkverein, der bis dahin nur eine Minderheit der Berg-leute umfafst hatte, bemächtigte sich der Frage; nach der bis-herigen Gewohnheit stellte er Mitte 1871 durch seine in denbetreffenden Gruben beschäftigten Mitglieder das Begehrennach Lohnerhöhung an eine Reihe einzelner Verwaltungen.Da nun thaten die Arbeitgeber einen entscheidenden Schritt,indem sie auf die Lohnforderung erwiderten, der Gewerkvereinmöge sieh an den Verein der Grubenbesitzer wenden; ent-weder sollten alle oder keiner von ihnen die Lohnerhöhungzahlen. Diesen Vorschlag nahm der Gewerkverein um solieber an, als sein Ziel ja eine gleichmäfsige Lohnerhöhungwar. Der oben erwähnte Burt wurde mit den Verhandlungenbetraut und formulierte die Forderung der Arbeiter auf eineErhöhung von 20 °/o. Man hielt damals die erste Zusammen-kunft der Vertreter beider Parteien. Die Arbeitgeber, umdie selten günstige Lage des Marktes auszunutzen, warenvor alleig darauf bedacht, einen Ausstand zu vermeiden.Die Verhandlungen wurden daher in freundlicher und fried-licher Weise geführt und endeten mit einer Lohnerhöhungvon 10 %. Die nächste Folge aber war, dafs der Gewerk-verein, nachdem er die Interessen aller Arbeiter mit solchemErfolg vertreten hatte, bedeutend anwuchs. Heute umfafster thatsächlich sogut wie alle Bergleute der Grafschaft.
Ganz ähnlich und zur selben Zeit vollzog sich die Be-gegnung der beiden am Kohlenbergbau beteiligten Parteienin Durham, mit dem Unterschiede nur, dafs dieselben erstAnfang der siebziger Jahre sich zu grofseu, die Grafschaftumfassenden Vereinen zusammenschlössen. Die allgemeineFrage, welche hier in jener Zeit zuerst friedlich zwischen