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der eine geringere Lohnherabsetzung, als die Arbeitgeber ver-langt hatten, festgesetzt wurde. „Die Arbeiter haben rühm-lich gefochten, den Kampf allein betrachtet als einen fürbessere Arbeitsbedingungen und die Schlacht halb gewonnen"sagt der Bericht des Gewerkvereins. Des weiteren heilst esdaselbst: „Dieser Ausstand oder Ausschliefsung, wie man esnennen mag, ist in dem möglichst besten Geiste von beidenSeiten geführt worden. Da waren kaum gegenseitige Vor-würfe; da war gar kein Gewaltakt."
Wenn man etwa hiermit vergleicht, in welcher Art nochder grofse Ausstand der Maschinenbauer 1852 geführt wurde, sowird man des ungeheueren Umschwungs gewahr, welcher inden Beziehungen zwischen Arbeiter und Arbeitgeber in Eng-land eingetreten ist. Die Kriegserklärung der Maschinenbauerwar damals wenn auch sachlich so doch auch der Form nacheine Kriegserklärung, voll aufreizender Anklänge. Demgegen-über erklärten die Arbeitgeber auf Verhandlungen sich nicht ein-zulassen und verlangten unbedingte Unterwerfung der Arbeiter,welche ihren Verein abzuschwören hatten. Dieser Kampf warkein wirtschaftlicher, sondern ein Kampf um Unterwerfungresp. Emancipation ; Erbitterung trieb die Gegner bis zumäufsersten; Ziel war gegenseitige gänzliche Vernichtung, Er-gebnis schmähliche Niederlage der Arbeiter, welche durch dieangeführte Bedingung von den Arbeitgebern zur Unaufrichtig-keit gezwungen wurden; denn der Gewerkverein lebte natür-lich fort.
Demgegenüber heute das Bewufstsein einer Interessen-gemeinschaft. Wenn die Gehässigkeit schwindet und dieParteien sich auf gleichem Fufse begegnen, werden beide, ins-besondere auch die Arbeiter, gewahr, dafs solche Kämpfe fürdie Industrie einen objektiven Verlust bedeuten, dafs sie in-sofern auch damit sich selber schädigen. Herr Knight, einen