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Auch hier gingen die Anfänge der Organisierung vonMännern, wie John Burns und H. H. Champion, aus; aberneben ihnen waren Geistliche, Angehörige von Toynbeehallund ähnliche Elemente thätig. Wie aus dem obigen hervor-geht, handelte es sich lediglich um die Massen ungelernterEisenbahnarbeiter. Die höher bezahlten und verhältnismäfsiggelernten Arbeiter besitzen seit längerer Zeit einen Gewerk-verein: die „amalgamierte Genossenschaft der Eisenbahn-bediensteten" mit über 10000 Mitgliedern und 80 000 £ Ver-mögen. Dieser Verein älteren Stiles versieht aufser deneigentlichen Gewerkvereinszwecken Invaliden-, Kranken-,Alters- und Waisenversicherung, zahlt Sterbegelder, übernimmtdie gerichtliche Durchführung der Schadenersatzansprücheverunglückter Mitglieder; seine Statuten schreiben in allenStreitigkeiten mit den Arbeitgebern Anerbieten eines Schieds-gerichts vor. Diese Bestimmungen waren den ungelerntenArbeitern „zu aristokratisch". Man warf der amalgamiertenGesellschaft vor, nicht thatkräftig genug die Interessen derArbeiter zu verteidigen, „für die Mitglieder zu sorgen, wennsie tot seien, statt durch Verkürzung der Arbeitszeit zu ver-hindern, dafs sie getötet wurden". So trat neben den älterenGewerkverein der „Allgemeine Eisenbahnarbeiterverein",welcher geringere Beiträge einzieht, keine Versicherungszweckekennt und sich lediglich auf das Arbeitsverhältnis bezieht.Seine Thätigkeit fällt in die beiden Seiten auseinander, welcheoben wiederholt hervorgehoben wurden: in die Verfolgung derBeschwerden einzelner und die Verbesserung der allgemeinenArbeitsbedingungen. Als erstes und wichtigstes Ziel hat maneine Arbeitszeit von 60 Stunden die Woche in das Augegefafst.
Der Verein, welcher dem der gelernten Arbeiter keines-wegs feindlich gegenüber steht, entwickelte sich rasch. Nach