„Der aggressive Charakter der neuen Gewerkvereineäufsert sich zweitens in ihrem rücksichtslosen Draufgehen heijeder Gelegenheit. Es ist gar kein Zweifel, dafs in nichtlanger Zeit hier eine Reaktion eintreten mufs. Diese Politikkann nur während einer Zeit des Aufschwungs andauern.Bei eintretender Ebbe wird die Kur von selbst Platz greifen.Da die Beiträge, die von den Ungelernten erhoben werdenkönnen, nur sehr geringfügig sind, wird dann doppelte Vor-sicht notwendig. Dafs eine Unterstützung seitens des Publi-kums, wie sie den Dockers zu Teil geworden ist, nur einmalin einem Jahrhundert vorkommt, hat mir Burns selbst zu-gegeben. Bleibt sie aus, so sind grofse Fonds nötig, um denErfolg zu sichern.
„Die Organisationen der ungelernten Arbeiter werdendaher trotz allen jetzigen Geschreis als aggressive Gewerk-vereine keinen Bestand haben. Die ihnen drohende Gefahrist eine doppelte: 1. Sie verlieren in ruhigen Zeiten ihreMitglieder wegen fehlender Attraction. 2. Sie haben nicht dieMittel zum häufigen Strike. Sie können daher, wenn der Strikeerfolgreich sein soll, sogar noch seltener als die gelerntenGewerkvereine striken. Und auch die von Burns und Williamsgeplante neue „Föderation der Arbeit", wonach alle Vereineungelernter Arbeiter in einem Verband geeint werden sollen,um einheitlich geleitet sich gegenseitig mit ihren Mittelnauszuhelfen, wird daran nichts ändern. Denn wachsen damitdie Mittel, so wachsen auch damit die Aufgaben, und die inder Arbeiterwelt chronische Eifersucht verhindert, die konzen-trierten Mittel auf nur eine unter ihnen zu verwenden. Bisdieses von den Arbeitern selbst erkannt wird, wird es abernoch vieler bitterer Erfahrungen bedürfen. Denn bei den Ge-werkvereinen der ungelernten Arbeiter beruht infolge der ge-ringen Verluste, die, bei der Abwesenheit aller sonstigen