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2 (1890)
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Zucker ist heute etwa viermal so grofs als vor 40 Jahren,eine Thatsaehe, welche, wie keine andere, für den wachsen-den Komfort der Arbeiterbevölkerung spricht. Mit der Ver-besserung der Lebenshaltung hängt eng zusammen die Ver-minderung der Sterblichkeitsziffer. Nach der Statistik vonHumphrey hat sich in den 1880 vorhergehenden vier Jahr-zehnten das Durchschnittsalter der Männer von 39,9 auf 41,9,das der Frauen von 41,9 auf 45,3 gehoben, eine Erscheinung,welche vor allen auf Verbesserung der Lebenslage und Ver-minderung der Kindersterblichkeit zurückgeht 1 . Welchen An-teil daran insbesondere die Verkürzung des Arbeitstages hat,zeigen da, wo sich, wie in der Sterblichkeitsstatistik derGewerkvereine, ihre Wirkung besonders beobachten lässt, dieoben (vgl. II, S. 269) aus den Jahresberichten der Maschinen-bauer citierten Ziffern. Dafs diese Entwicklung auch dieunterste Schicht berührt hat, beweist die relative Abnahmeder Zahl der öffentlich unterstützten Armen, obgleich manheute gewifs nicht strenger als früher in der Beurteilung deseinzelnen Falles ist 2 .

Diesen unzweifelhaften Fortschritten gegenüber könnteman einwenden, dafs sie gegenüber der ungeheuren Kapital-

1 Vergl. Gilten, Progress of the Working classes S. 15 und Humphrey,Recent Decline in English death-rate, Statistical Society's Journal Bd. 46,S. 195.

2 Jahr

Zahl der Bevölkerung von Grofs-britannien (ohne Irland)

Zahl der Paupers

1860

22 956 451

965 229

1888

41 487 730

917 580

Die Abnahme beträgt etwa 50 %. Vergl. Statistical Abstract for theUnited Kingdom von 1875 und von 1888. Geht man weiter zurück, soist die Abnahme noch gröfser.