Industrie, nach dem Betrage des beschäftigten Kapitalsgerechnet, wird heute von Aktiengesellschaften betrieben 1 .Nach einer von Giffen angeführten Statistik aber scheint dieZahl der einzelnen Aktienbesitzer in noch rascherem Verhält-nis zuzunehmen, woraus sich eine Verminderung des vomEinzelnen besessenen Betrages ergäbe. Dies aber bedeutetnichts anderes, als dafs die Gewinne der Industrie, stattwenigen Begünstigten zuzufallen, aufser bei besonders schwie-rigen, der Gesellschaftsform unzugänglichen Geschäften, denMittelklassen zu Gute kommen, welche dadurch an Zahlund Bedeutung zunehmen, während der Arbeiter an ihnenmittelbar durch höhere Löhne Teil nimmt. Übrigens hat,wie die Genossenschaftsbewegung beweist, auch der höher-stehende Arbeiter wenigstens auf dem Gebiete der Verteilungeinen nicht unbeträchtlichen Teil der Gewinne sich angeeignet.In einzelnen Fällen selbst hat er der Aktienform sich nichtohne Erfolg bedient.
Die angeführten Thatsachen sind um so wichtiger, alsman an eine Zunahme der Kluft zwischen Beich und Arm, wieEngels und Marx sie behaupten, selbst in solchen Kreisen nochglaubt, welche sich sonst als deren heftigsten Gegner erklären.Die englischen Arbeiter dagegen, von der äufsersten Rechten biszur äufsersten Linken, erfüllt heute Hoffnung für die Zukunft.Legen doch auch die politischen Verhältnisse Englands , welcheden Arbeitern Koalitionsfreiheit mit ihrem Zubehör, der Ver-sammlungs- und Prefsfreiheit, gewähren, dem Fortschritt keinHindernis in den Weg, welches die Stimmung socialrevolutio-närer Verzweiflung hervorrufen könnte. Vielmehr sind sichdie englischen Arbeiter mit Stolz bewufst, mehr als die irgend