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Grunde, der es dazu macht, nämlich durch seine völlige Leerheit, zugleichunnachgiebigste Objekt: indem das Geld, das wir besitzen, uns von vorn-herein und wie mit einem Schlage auch wirklich absolut und vorbehalt-los gehört, können wir ihm nun auch sozusagen nichts weiter entlocken.Im allgemeinen muls man sagen: nur indem ein Objekt etwas für sichist, kann es etwas für uns sein; nur also, indem es unserer Freiheit eineGrenze setzt, gibt es ihr Raum. Diese logische Entgegengesetztheit, inderen Spannung sich dennoch die Einheit unseres Verhaltens zu denDingen realisiert, erreicht am Gelde ihr Maximum: es ist mehr für uns,als irgend ein Besitzstück, weil es uns ohne Reserve gehorcht — und esist weniger für uns, als irgend eines,, weil ihm jeglicher Inhalt fehlt, derüber die blofse Form des Besitzes hinaus aneigenbar wäre. Wir habenes mehr als alles andere, aber wir haben weniger an ihm, als an allemandern. —
Jene Nachgiebigkeit des Geldes findet, wie so viele seiner Wesens-folgen überhaupt, ihren reinsten und [gesteigertsten Ausdruck an derBörse, in der die Geldwirtschaft ebenso zu einem selbständigen Gebildekristallisiert ist, wie die politische Organisation im Staate. Die Kurs-schwankungen nämlich zeigen vielfach subjektiv-psychologische Motivie-rungen, wie sie in dieser Krafsheit und dieser Unabhängigkeit von allerobjektiven Begründung ganz unvergleichlich sind. Zwar wäre es ober-flächlich, dafür anzuführen, dafs den Kursbewegungen nur selten realeVeränderungen in der Güte des einzelnen, das Papier fundierenden Ob-jektes genau entsprechen. Denn diese Güte, in ihrer Bedeutung für denMarkt, besteht doch nicht blofs in den inneren Qualitäten des Staatesoder der Brauerei, des Bergwerkes oder der Bank, sondern in dem Ver-hältnis derselben zu den gesamten sonstigen Inhalten des Marktes undihrer Lage. Es entbehrt deshalb nicht der sachlichen Begründung, wennz. B. grofse Insolvenzen in Argentinien den Kurs der chinesischen Rentedrücken, obgleich die Sicherheit derselben so wenig durch jenes Ereignis,wie durch eines auf dem Monde alteriert wird. Denn die Wertbedeutungjener hängt, bei aller äufseren Ungeändertheit, doch von der Gesamt-lage des Marktes ab, deren Erschütterung von irgend einem Punkte herz. B. die Weiterverwertung jener Erträgnisse ungünstiger gestalten kann.Jenseits dieser, wenn auch die Synthese des Einzelobjekts mit anderenvoraussetzenden, so doch objektiven Verursachung der Kursänderungensteht aber diejenige, die von der Spekulation selbst ausgeht: denn dieseWetten über den künftigen Kursstand eines Papiers haben auf diesenKursstand selbst den erheblichsten Einflufs. Sobald z. B.eine mächtige Finanzgruppe aus Gründen, die mit der Qualität des