Viertes Kapitel: Allerhand Mittel zur Geldbeschaffung 55
be^sn vi8ibl> to creep into tne >vorlcj," da „m^stei^" nieroffenbar die Bedeutung „Handwerk" hat). Er meint damit,daß jedenfalls nie zuvor ein so hoher Grad des Projekt-machens und Erfindens erreicht worden sei, „wenigstens wasÄandelsangelegenheiten und Staatseinrichtungen anbetrifft".
Es wimmelte zu seiner Zeit von solchen Leuten, „welche— abgesehen von den zahllosen Ideen, die während der Geburtsterben und (gleich Fehlgeburten des Gehirns) nur ans Lichtkommen, um sich aufzulösen — wirklich täglich neue Künsteleien,Kniffe und Pläne, um Geld zu gewinnen, an die niemand zu-vor gedacht hätte, hervorbringen."
An einer anderen Stelle beschreibt er etwas genauer, wasman unter einem Projektenmacher verstehe:
Es gibt Leute, die zu schlau sind, um zu wirklichen Ver-brechern in ihrer Jagd nach dem Gold zu werden. Diese wendenihre Gedanken gewissen verborgenen Arten von Kniffen und Be-trügereien zu, einem anderen Wege des Diebstahls, der ebensoschlimm, ja sogar schlimmer ist als die anderen, da sie unterschönen Vorwänden ehrliche Leute verleiten, ihr Geld herzu-geben und mit ihnen zu gehen, worauf sie hinter den Vorhangeines Zufluchtsortes schlüpfen und der Ehrlichkeit wie dem Ge-setze ein Schnippchen schlagen. Andere wenden unter dem Druckder Notwendigkeit ihre Gedanken rechtschaffenen, auf dem Bodender Ehrlichkeit und Llnbescholtenheit gegründeten Erfindungenzu. Diese beiden letzten Klassen nenne man Projektenmacher,und da es stets mehr Gänse als Schwäne gibt, so sei die Zahlder zweiten Gruppe weit geringer als die der ersten. ... „Einbloßer Projektenmacher," fährt Defoe fort, „ist demnachetwas Verächtliches. Durch seine verzweifelte Vermögenslageso in die Enge getrieben, daß er nur durch ein Wunder befreitwerden kann oder umkommen muß, zermartert er sein Gehirnnach solch einem Wunder vergebens und findet kein anderes