Siebentes Kapitel: Die Grundtypen d. kapitalistischen Anternehmertums 1ZZ
groben Manieren, der in der altmodischen Einrichtung bis zursilbernen Hochzeit wohnt, um dann sich von einem Architektenseine Wohnung nach dem neuesten Stil möblieren zu lassen, weilseine Tochter, die er auf Händen trägt, und der er eine ge-gediegene Bildung (die ihm fehlt) hat angedeihen lassen, es sowünscht. Die bekannten Knoten der „ersten Generation", dieSeli macie men, die aber doch über einen gewissen mittlerenGeschäftsumfang nicht hinauskommen. Die Stammväter derspäteren Großunternehmer.
In wichtigen Industrien, wie z. B. der Maschinenindustrie,hat dieser Typus geradezu die Regel in den Anfängen derkapitalistischen Entwicklung gebildet. Wir finden ihn aber infast allen Industrien zerstreut. Auch in der Textilindustrie hatder „Tuchfabrikant" eine Rolle gespielt^""). Er ist in allenLändern gleichmäßig verbreitet gewesen. In großen Städten fandman ihn besonders häufig ^°). Irgendwelche auch nur an-näherungsweise Schätzung des numerischen Anteils ist selbst-verständlich bei diesem Typus ebenso unmöglich wie bei irgend-einem der andern.
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Was ich über den Geist, aus dem dieser letzte Anternehmer-typ: der Handwerker, geboren ist, zu sagen habe, kann ich (andieser Stelle) mit wenigen Worten, weil es in den vorhergehendenAusführungen schon ausgesprochen ist, sagen. So sehr nämlichder Handwerker und der Kaufmann untereinander verschieden sind:sie haben doch eine Reihe gemeinsamer Züge: gemeinsam sogarmit der Spekulationsunternehmung (von der sie im übrigenWelten trennen) haben sie die Abkehr von allem Gewaltmäßigenund Autoritäthaften ihres Wirkens, das die ersten drei Unter-nehmertypen charakterisiert. Auch der handwerkerhafte Leiter einerkapitalistischen Unternehmung muß vor allem „Händler" sein in