Sechzehntes Kapitel: Die Veranlagung der Völker 279
kriegerischen Unternehmungen sein Dasein ausgefüllt hatte. Wirkennen verschiedene Zweige dieses Geschlechts^^), unter denendie Contalberti die berühmtesten sind. Aber auch derjenigeStamm, dem Leon Battista entsproß, war stolz und mächtiggewesen: diese Alberti stammen vom Castello di Catenaia imValdarno; sie besaßen einst außer ihrem Stammschloß dieSchlösser Talla, Montegiovi, Bagena und Penna und sind mitedlen germanischen Geschlechtern blutsverwandt. Im Partei-zwist besiegt, ziehen sie (im 13. Jahrhundert) in die Stadt, woder erste Alberti sich noch in die Zunft der Giudici eintragenläßt. And dann werden sie die besten — Wollhändler. Andder Sprosse eines solchen Geschlechtes schreibt ein Buch, das anbürgerlicher, um nicht zu sagen, spießbürgerlicher Gesinnungschwer seinesgleichen findet; in dem schon im 14. und 15. Jahr-hundert der Geist Benjamin Franklins umgeht. Was müssenda für Ströme von Krämerblut in das edle Blut dieser adligenFamilie hineingeflossen sein, ehe eine solche Wandlung möglichgeworden war! Bei Leon Battista selbst können wir diese„Verpantschung" des edlen Blutes „quellenmäßig" nachweisen:er war ein uneheliches Kind und wurde in Venedig ge-boren. Also wird eine ganz „bürgerliche" Frau mit Äändler-blut in den Adern aus weiß Gott was für einem Stammeseine Mutter gewesen sein.
Eines Amstandes mag nun noch Erwägung geschehen, ehewir diesen biologischen Teil unserer Darstellung beschließen:es mag daran erinnert werden, daß jede Vermehrung derkapitalistischen Varianten, bloß weil sie eintrat, notwendig eineBeförderung des kapitalistischen Geistes bedeutete. Daß diesedurch sie — extensiv ^ mehr verbreitet wurde, versteht sich vonselbst. Aber auch eine Jntensivisierung dieses Geistes mußtedurch jene bloße Vermehrung der Varianten eintreten, weil durchsie eine Betätigung immer leichter wurde, die Ausbildung der