280 Erster Abschnitt: Die biologischen Grundlagen
kapitalistischen Anlagen also einen immer vollkommeneren Graderreichen konnte: das Aufeinandereinwirken der einzelnenVarianten gleicher Veranlagung muß das bewirken, da ja dieMöglichkeiten ihrer Entfaltung dadurch notwendig vermehrtwerden.
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Was uns nunmehr noch zu leisten obliegt, ist die Lösungeiner rein historischen Aufgabe. Es ist der Nachweis zuführen, welchen Einflüssen die Herausbildung des kapitalistischen Geistes zuzuschreiben ist; genauer: was es war, das die kapita-listischen Anlagen zur Entfaltung brachte, und was den vorhingeschilderten Ausleseprozeß bewirkt hat. Der Leser ersieht ausdem Inhaltsverzeichnis, daß ich zwei Gruppen solcher Einflüsseunterscheide: wenn man will: innere und äußere, obwohl dieseBezeichnung nicht ganz zutreffend ist, da auch die „inneren"Einflüsse durch Anregung von außen wirksam werden und auchdie „äußeren" schließlich ohne einen innerlichen Seelenvorgangnicht gedacht werden können. Immerhin wirken „die sittlichenMächte" mehr von innen nach außen, „die sozialen Umstände"mehr von außen nach innen.
Keiner gesonderten Betrachtung unterziehe ich die „Natur-bedingungen", das heißt diejenigen Einwirkungen, die aufdas Land, sein Klima, seine Lage, seine Bodenschätze zurück-zuführen sind. Soweit wir solche Einwirkungen annehmenmüssen, werden sie je bei denjenigen „sozialen Amständen" be-rücksichtigt werden, die selbst wieder ein Ergebnis geographischerEigenart sind: wie der besondere Beruf; die Ausbeutung derEdelmetallager; die eigentümliche Gestaltung der Technik.
And nun — ehe wir Abschied nehmen von dem heiklenProblem der „biologischen Grundlagen" noch dies einemanchem skeptischen Leser zum Trost und zur Beruhigung: