290
Zweiter Abschnitt: Die sittlichen Mächte
für den Krieg vorbereiten und aus Vermehrung seines Reich-tums bedacht sein, alles dies verdient Bewunderung und An-erkennung" . . .2°^).
Das schreibt Alberti wörtlich nach, nur den Zwischensatz,der von — der Kriegsführung handelt, läßt er aus.
„Wenn man das Geld mit vollen Äänden ausgibt, währenddie Wirtschaft im Verhältnis zu den Ausgaben nicht genug abwirft,dann darf man sich nicht wundern, wenn an Stelle des ÜberflussesMangel eintritt" 2°°).
Ferner die Stellen, die von der inneren Ordnung des Haus-wesens handeln: „es gibt überhaupt nichts so Nützliches und soSchönes im Leben, liebe Frau, wie die Ordnung" (a. a. O.S. 38); die namentlich die Frauen zur Abkehr von eitlem Tand,vom Flirt und von der Eitelkeit anhalten: die gute Äausfrauschminkt sich nicht; die das Personal zur „rationellsten" Wirt-schaftsführung anleiten u. a.: Sie alle finden sich fast wörtlichbei Alberti wieder und enthalten im Keim alle Gedanken, dienachher in der Lehre von der »Lancia ms88eri?ia« weiter ent-wickelt worden sind.
Dasselbe gilt von den römischen Landbauschriftstellern. „DieSchriften C a t o s und der übrigen 8criptores rei rusiicae" mutenin gewisser Äinsicht ähnlich an wie etwa Thaers „RationelleLandwirtschaft ', sie gehen davon aus, daß jemand als Kapital-anlage den Kauf eines Landgutes beabsichtigt, geben hierfürRatschläge und erörtern dann ... die Dinge, die ein angehenderLandwirt wissen muß, um einen Villicus annähernd kontrollierenzu können" ^°). Erwerbsstreben und ökonomischer Rationalismussind hier schon in ihren letzten Konsequenzen entwickelt^"). Vorallem wird auch schon der größte Nachdruck auf eine vollendeteZeitökonomie gelegt: Zeit ist Geld^)I
Endlich standen den Männern, die sich das Studium derAlten angelegen sein ließen, eine Menge einzelner Stellen aus