Zwanzigstes Kapitel: Der Protestantismus
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„Wie wenig bedeuten der Reichtum und die Ehren dieser Weltfür eine Seele, die in eine andere Welt geht und nicht weiß, ob siediese Nacht abgerufen wird. Dann nimm den Reichtum mit, wenndu kannst."
„Arbeite daran, die großen Nöte zu fühlen, die kein Geld be-seitigen kann."
„Geld wird deine Knechtschaft, in der dich die Sünde hält, eherverschärfen als erleichtern."
„Ist ehrbare Armut nicht viel süßer als übertrieben geliebterReichtum?"
„Bedenke, daß Reichtum es viel schwerer macht, gerettet zuwerden" — unter Berufung auf Sokrates, Luk. 18, 24 ff. („es istleichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe" usw.). Luk. 6,24. 25; 1. Tim. 6, 10: „die Liebe zum Gelde ist die Wurzel allesÄbels" — Glaubt ihr's, daß hier die Gefahren für eure Seelenliegen: wie könnt ihr das Geld dann noch so lieben und euch umseinen Erwerb abmühen?"
Kast du Reichtum ererbt oder fällt er dir in deinem Geschäft zu:gut, so wirf ihn nicht weg, fondern mache einen guten Gebrauchdavon (wir werden noch sehen, worin dieser bestand). Aber —„es ist kein Grund vorhanden, warum ihr eine so große Gefahr(wie den Reichtum) herbeiwünschen und aufsuchen sollt."
„Was hindert mehr als die Liebe und die Sorge für weltlicheDinge die Bekehrung der Sünder? Ihr könnt nicht Gott dienenund dem Mammon."
„Mit einem Wort: Ihr hört es: die Liebe zum Gelde ist dieWurzel alles Äbels, und die Liebe des Vaters ist nicht bei denen,die die Welt lieben."
„Nicht umsonst warnt Christus so oft und so eindringlich vordem Reichtum, und beschreibt die Torheit, die Gefahr und das Elenddes weltlichen Reichen, und erzählt euch, wie schwer der Reiche zuretten ist" »2»).
Zusammenfassend zählt Baxter folgende Adelstände derLiebe zum Gelde auf:
1. sie zieht das Kerz von Gott zu der Kreatur (der Welt);
2. sie macht taub gegen das Wort;
3. sie zerstört heilige Betrachtung (ko!)? meältation anci cvnterence);