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Ich habe absichtlich die Belege für die ganz und gar erwerbs-feindliche Gesinnung der puritanischen Moraltheologen ausBaxter genommen, weil er als typischer Vertreter jener Richtunganerkannt ist. Bei andern Predigern finden wir aber genaudieselbe Grundstimmung: was trachtet ihr nach irdischen Schätzen?Was sorget ihr für den Tag?
„Wenn Menschen nicht zufrieden sind mit Nahrung und Kleidung,sondern noch mehr aufhäufen wollen, so tut Gott recht an ihnen,wenn er ihnen nicht einmal das tägliche Brot gibt; und wenn erden Mitmenschen gestattet, sie mit scheelen Augen anzusehen und anihnen heimzuzahlen, so lange sie noch Fleisch haben."
„Ihr sollt das Notwendige zum Leben haben: Nahrung undKleidung; wenn ihr nach mehr strebt, wenn ihr begehrt reich zu seinund überflüssige Dinge zu besitzen, so werdet ihr in mannigfaltigeVersuchung fallen" usw.
„Wahrlich: mehr zu fordern und zu erstreben, als was für unserenLebensunterhalt nötig ist, ist sowohl unverträglich mit der Unter-würfigkeit, die wir Gott schuldig sind, als auch spricht es für unsereEitelkeit, Torheit und Anbedachtsamkeit."
„Warum sollen die Menschen ihre Köpfe damit abrackern, fürden morgigen Tag zu sorgen, da sie doch nicht wissen, ob sie morgenetwas bedürfen werden"^).
Verdammung des Reichtums bei Ab ernelh y, Kutcheson u.a.^°).Erst auch in denselben Wandlungen.
Dieser vollständigen Verachtung aller irdischen Güter entsprachdie Äochbewertung der Beschäftigung mit Gott .Jede Zeit, die nicht dem Gottesdienste geweiht ist, ist verloren.„Wieviel größere Schätze könnt Ihr in einer gegebenen Zeitgewinnen als Geld, wenn ihr sie mit Beten, Predigen undheiligen Veranstaltungen hinbringt". Zeitvergeudung ist dieübertriebene Beschäftigung mit weltlichen Dingen und mit demGeschäft: excess vvorlcll^ cases anä business. SolcheLeute sind ganz von weltlichen Gedanken erfüllt: früh sind esdie ersten, abends die letzten; die „Welt" läßt ihnen keine Zeit