418 Dritter Abschnitt: Die sozialen Amstände
Rahmen in die Erscheinung treten, dann handelt es sich um dieNeubegründung einer Anternehmung. Abermals sehen wir dieTechnik einen Anreiz ausüben, dieses Mal den besondern Anreizzur Gründung neuer Werke. Wir wissen, daß sich dieser Neu-gründungen gern der jüngere, mehr sanguinisch veranlagte Bruderdes Anternehmungsgeistes: der Spekulationsgeist bemächtigt.And somit können wir feststellen, daß namentlich technische Neue-rungen den Spekulationsgeist anzureizen geeignet sind. In derTat beobachten wir in der Geschichte der letzten Jahrhunderte,wie immer im Anschluß an neue, epochale Erfindungen oderauch in einer Zeit besonders zahlreicher Erfindungen sich großeSpekulationsperioden einstellen.
Ich erinnere noch einmal an die denkwürdige Zeit um dieWende des 17, Jahrhunderts, als zum ersten Male dasSpekulationsfieber wütete: daß es eine Epoche der Vielerfindereiauch auf technischem Gebiete war; daß das sZe c>k projectinAdas Projektenzeitalter, recht eigentlich ein s^e oi invention, einErfindungszeitalter war, wie uns unsere Gewährsmänner ver-sichern.
Damals konnten noch kleine Erfindungen, weil das Erfindenüberhaupt erst anfing, in ein schnelleres Tempo zu kommen, schonbeträchtliche Mengen von Spekulationsgeist auslösen. Später,und namentlich in unserer Zeit, als jeder Tag technischeNeuerungen brachte, haben nur die ganz großen Erfindungendas Gründungsfieber anzufachen vermocht. Dann aber mit umso stärkerer Wirkung. Ich erinnere an die Spekulationsperiode,die in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Erfindung derEisenbahnen, gegen das Ende des Jahrhunderts die verschiedenenErfindungen im Bereiche der Elektrotechnik nach sich gezogenhaben.
Sehen wir so die Technik starke Willensenergien in denWirtschaftssubjekten auslösen und ihre Entfaltung fördern, so