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Einleitung. Die Organisation der wirtschaftlichen Arbeit.
Wenn es in dem Büchlein, das die statistischen Angaben überFriedrich Krupps Geschäft enthält (X. 1896), auf Seite 11 fF.heifst: „Zur Gufsstahlfabrik in Essen gehören folgende ,Betriebe':2 Bessemerwerke, 4 Martin werke, 2 Stahlformgiefsereien, Puddel-werke, Schweifswerke, Schmelzbau für Tiegelstahl, Eisengiefserei,Geschofsgiefserei, Messinggiefserei, Glühhäuser, Härtekammer, Tiegel-kammer, Blockwalzwerk, Schienenwalzwerk, Blechwalzwerk, Laschen-und Federstahlwalzwerk, Fachwerkstatt, Prefsbau und Panzerplatten-Walzwerke, Hammerwerke, Räderschmiede, Herdschmiede, Huf-schmiede , Bandagenwalzwerk, Satzaxendreherei, Kesselschmiede,Feldbohrbau, mechanische Werkstatt T, Feilenfabrik, 4 Reparatur-werkstätten, Eisenbahnreparaturwerkstatt, Geschütz- und Munitions-werkstätten und zwar — folgt die Aufzählung von abermals36 Werkstätten — Probieranstalt, Chemisches Laboratorium I und II,Werkstätten der Bauhandwerker und zwar 1 Zimmerwerkstatt,1 Klempnerwerkstatt, 1 Bauschreinerwerkstatt, 1 Möbelschreiner-werkstatt, 1 Stellmacherwerkstatt, 1 Anstreicherwerkstatt, 1 Säge-werk; Sattlerei, Schneiderei, Dampfkesselanlagen, Elektrizitätswerk,Gaswerk mit 3 Gasmotoren, Wasserwerk mit 3 verschiedenen Wasser-gewinnungsanlagen, Fabrik für feuerfeste Steine und Briquettes,Ringofenziegelei, Kokerei, Steinbrüche, Feldofenziegelei, litho-graphische und photographische Anstalt nebst Buchbinderei, Güter-expedition, Fuhrwesen, Telegraphie, Telephonbetrieb, Feuerwehr-und Sicherheitsdienst, Konsum-Anstalt“ etc. — so ist hier allerdingswohl der Begriff des Betriebes etwas enger gefafst als von unsSicher aber ist andererseits dieses, dafs die „Gufsstahlfabrik inEssen“ keineswegs ein Betrieb ist, dafs sie vielmehr verschiedeneDispositions- und Leitungscentren hat, die in der Regel mit derCharge eines „Direktors“ in den grofskapitalistisclien Unternehmungenzusammenzufallen pflegen. W r as eines Mannes Umsicht zu leitenvermag, wird zu einem Betriebe zusammengefafst, dessen Leiterwesentlich selbständig ist und von dem Oberleiter — dem „General-direktor“ — lediglich allgemein gefafste Instruktionen empfängt. Diepraktisch durchaus scharfe Trennung der verschiedenen, zu be-sonderen Betrieben ausgebildeten Departements eines grofsindustriellenW T erkes ist eine jedem Eingeweihten bekannte Thatsache, in der
Baulichkeit, einschliefslich Wasserleitung, ferner der Betriebsdampf, dagegenauschliefslicli sämtlicher maschineller Einrichtungen, welche von der Mieterinhergestellt worden sind . . . Die Talgschmelze wurde am 1. Dezember 1896in Betrieb genommen.“ (S. 26.) Der Schlachthof ist am 1. Oktober 1896 er-öffnet worden.