Fünftes Kapitel. Das Wesen d. handwerksmäfs. Organisat. d. Gewerbes. 11 ]
13. Jahrhunderts 1 , in Schweden während des 14. Jahrhunderts 2 .Leder ist Gegenstand des Dortmunder 8 , Breslauer 4 , Erfurter 6 ,Nürnberger 6 Handels im Mittelalter. Leder als en gros- und endetail-Handelsartikel erwähnt in der Kramerordnung von Goslar (14. Jahrhundert) 7 . In der Zollrolle Margaretes von Flandern(1252) werden zahlreiche Ledersorten aufgeführt 8 . Lebhafter Leder-handel in Poitou im 13. und 14. Jahrh. 9 .
Auch der Weg, den das Leder vom Produzenten zum Konsu-menten nimmt, ist im Mittelalter häufig wieder länger als heute. Jetztkauft die grofse Schuhfabrik in der Lederfabrik, die vielleichtselbst ihre Aufkäufer in Indien Lat. Aus dem mittelalterlichenEngland erfahren wir dagegen, dafs die Gildemitglieder das Privi-legium hatten, ungegerbte Häute aufzukaufen (corea recencia emere),die sie an die Gerber absetzten, um dann deren Produkt, das ge-gerbte Leder, an die Schuster zu übermitteln 10 .
Leder waren:
Deutsche Sattlerarbeiten im 10. Jahrh. im Auslande geschätzt 11 ;im ganz frühen Mittelalter deutsche Zügel und sächsische Sättelvon lombardischen Bischöfen benutzt 13 ; Geschirre Gegenstände desDortmunder Handels im Mittelalter ia . Beutel, Gürtel, Taschen etc.aus „vremdin steten von gesten“ in Schweidnitz feilgehalten (133G) 14 .
Verschiedene Kurzwaren:
Elfenbeinene Kämme sind Objekte des internationalen Handelsim frühesten Mittelalter 15 . Hornkämme finden sich (14. Jahrh.) in
’ Hegel, Städte und Gilden 1, 99.
2 Hegel 1, 280/81. 293.
3 Frensdorff, Dortmunder Statuten und Urteile, in Hans. Gescliichts-quellen 3 (1882), CXVI.
4 C. Grünhagen, Schles. am Ausgange d. MA., Zeitsclir. f. Gesell, u.Alt. Schles. 18 (1884), 39.
6 Falke, Handel 1, 135.
6 Falke, 127.
7 Bei Klöden, 1. Stück S. 36.
8 Hans. U.B. Bd. I Nr. 432.
9 Boissonade 1, 14.
10 Nach Grofs, Guild Merchant; Doren, 150.
11 von Below, a. a. 0. S. 153.
12 Schulte 1, 74.
13 Hans. Geschichtsquellen 3, CXVI.
14 Cod. dipl. silesiac. 5, 19. 20.
18 Schulte 1, 74.