Vierundzwanzigstes Kapitel. Die Sphäre des specialis. Grofsbetriebs. 531
uns nur wenige zuverlässige Ziffern zur Verfügung, die geeignetwären, den Thatbestand zu verdeutlichen.
Der Eingang von „Fleisch, auch Speck“ mit der Bahn inBerlin ist in besonders raschem Steigen begriffen und hat bereitsansehnliche Ziffern erreicht. Er betrug:
1883 = 3 767 000 kg1890 = 8 867 000 -1895 = 17 890000 -1898 = 20921000 -
während (1898) 1 727000 kg per Bahn von Berlin versandt wurden 1 .
Wir sind, da die lokalen Statistiken, soviel ich sehe, nur schwervergleichbar sind, im wesentlichen auf die Ziffern angewiesen, diewir über den Versand von „Fleisch, auch Speck“ aufden deutschen Eisenbahnen besitzen. Dieser betrug (nachdem Stat. Jahrb. d. D. Reichs)
1885 = 22000000 kg1890 = 47 000 000 -1895 = 52000000 -1899 = 92000 000 -
Endlich sei hier noch registriert, dafs die Einfuhr auslän-dischen „frischen und einfach zubereiteten Fleisches“ nachDeutschland im Jahre 1898 83596 t im Werte von 72,5 Mill. Mk.,1900 51242 t im Werte von 45,4 Mill. Mk. betrug. Das ist — umeinen Anhalt für die Abschätzung zu geben — etwa ein Drittel bisdie Hälfte des Gesamtfleischbedarfs Berlins samt dem 8 Kilometer-umkreis (1898), der auf 174988 t angesetzt wird 2 .
Wie hoch aber auch bei den lokalen Fleischereibetrieben ingröfseren Städten schon heute die Anforderungen an die Kapital-kraft der Besitzer sind, mögen folgende Ziffern erweisen (nachU. VI, 120 f.): in Leipzig beträgt in einem:
Anlagekapital BetriebskapitalMk. Mk.
Kleinbetrieb“ (1 Meister und 1 Geselle) 2440 6230
„Mittelbetrieb“ (1 Meister, 2 Gesellen,
2 Mädchen). 13391 14135
„Grofsbetrieb“ (1 Meister 21 Hilfspers.) 53000 82256
1 Berlin und seine Eisenbahnen etc. II, 262 und Statist. Jahrb. derStadt Berlin (1900), 284. In Berlin zur Verzollung gelangten, waren alsoausländischen Ursprungs 1895 1395 000 kg „Fleisch und Fleischextrakt“,a. a. O. 280.
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