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Änderungen im Betriebe und nur ein geringer Mehraufwand vonKapital hierzu erforderlich.
Die Bautischlerei weist keineswegs in gleicher Allgemein-heit eine Tendenz zum Grofsbetriebe auf wie die Zimmerei. Zwarhat sich dieser an einigen Orten ebenfalls entwickelt. So be-stehen z. B. in Köln 7 fabrikmäfsige Grofsbetriebe speciell fürBautischlerei (U. I, 263). In anderen Städten beobachten wir jedochnicht immer das gleiche. Es scheint vielmehr, als schaffe sich dieklein kapitalistische Unternehmung im Mittelbetriebe hierein Feld ihrer Thätigkeit. So hören wir, dafs in Berlin leistungs-fähige Bautischlereien 15—20 Personen beschäftigen, kleinere Betriebeselten, aber auch solche über 50 Personen nicht zahlreich vertretensind (U. IV, 428 f.). Auch in einer Grofsstadt von Münchens Range giebt es nur zwei wirklich bedeutende Bauschreinereien \Es ist klar, dafs die grofsbetriebliclie Ausgestaltung der lokalenBauschreinerei gehindert wird durch die Entwicklung des Grofs-betriebs in der ihr Produktionsgebiet ausdehnenden Zimmerei einer-seits und durch die Entstehung der Fabriken für hölzerne Bauteileandererseits. Wenn es ihr nicht gelingt, sich selbst zu solchemFabrikbetriebe durchzuringen, so wird sie auf das Niveau des An-bringungsgewerbes herabgedrückt und gewährt als solches demKapitalismus nur klägliche Brocken, mit denen sich nur der Anfängerin dieser Geheimkunst begnügt.
Auch in der lokalen Bauschlosserei finden wir eigentlicheGrofsbetriebe selten. Begreiflicherweise. Denn für sie gilt ja innoch viel stärkerem Mafse als für die Bautischlerei, dafs der Kapita-lismus sich mit Vorliebe aufserhalb der lokalen Bauschlosserei inden Fabriken für eiserne Bauteile anzusiedeln pflegt. So bietetdenn der Rest der lokalen Bauschlosserei wiederum nur ein Feldzur Bethätigung kleinkapitalistischer Unternehmun-gen. Für diese ist die Schlosserei so recht eigentlich eine Do-mäne geworden. Freilich bleibt’s nicht immer bei der Bauschlossereiallein; man nimmt, was kommt, und ist dazu gezwungen in demMafse, wie sich der Betrieb vergröfsert. So hören wir von demGedeihen kleinkapitalistischer Schlossereien in Berlin (U. IV,291/92), in Karlsruhe (U. III, 151 f. 159), in Nürnberg , wovon einer Tendenz zur Herausbildung einer kleineren Anzahl