Siebenundzwanzigstes Kapitel. Die Handwerker in der Gegenwart. 621
28,9 Meister,
30,2 Hilfspersonen,
59,1 Handwerker überhaupt.
Etwas belebter wird das Bild, wenn wir Stadt und Land unter-scheiden; die Statistik belehrt uns nämlich, dafs das städtischeHandwerk eine starke Verminderung in der Zahl seiner Angehörigenaufweist, das Handwerk auf dem Lande dahingegen sogar nocheinen kleinen Zuwachs erhalten hat im Vergleich zu Ziffern, die30—40 Jahre zurückliegen. Ich folge hier den BerechnungenVoigts (a. a. O. S. 10 f.): danach kommen Handwerker überhauptauf 1000 Einwohnsr durchschnittlich:
1858 .... 107,01895 .... 60,8;
auf dem Lande dagegen:
1858 .... 38,21895 .... 45,4.
Diese Ziffern, wiederum ihre Vergleichbarkeit vorausgesetzt,besagen doch immerhin einiges. Vor allem, dafs der notorischeRückgang der handwerksmäfsigen Thätigkeit in den Städten jeden-falls von einer Reduktion der Thätigen auf zwei Drittel begleitetgewesen ist. Ob die Zunahme der Landhandwerker dagegen inirgend welchem Zusammenhänge mit der Gröfse ihres Produktions-gebietes steht, vermag niemand mit Sicherheit zu behaupten. Esist immerhin denkbar, und es steht mit unseren früheren Ergeb-nissen nicht in unmittelbarem Widerspruch, es anzunehmen. Über-gang von der Eigenwirtschaft zur Tauschwirtschaft, Emancipationdes Landes von der Stadt, Zunahme einiger ländlicher Handwerks-arbeiten würden hier als produktionssteigernde Momente angeführtwerden können. Jedoch läfst sich ebensogut das Gegenteil nach-weisen: dafs nämlich dem Anwachsen der Handwerkerzahl keineArbeitssteigerung entspricht; im Gegenteil. Siehe diese Gesamt-darstellung und vergleiche, was weiter unten über die Lage derLandhandwerker noch bemerkt werden wird. Über engere Gebiets-teile unterrichten dann noch folgende, derselben Quelle entnommeneZiffern. Auf 1000 Einwohner kamen Handwerker überhaupt: