Achtundzwanzigstes Kapitel. Die moderne kapital. Entwicklung etc. (J41
1849 . 10 °/o
1861.8,8 -
ausmachte, während die von P. V o i g t 1 als Handwerksmeister ausder neuesten Berufszählung herausgezogenen „Selbständigen“ nebstihren Angehörigen von der Gesamtbevölkerung des Reichs:
1895 . 7,6 °/o
darstellen.
Doch sind das, wie gesagt, reichlich ungenaue Berechnungen,weil ja 1895 unter den „Selbständigen“ die zahlreichen Unter-nehmer einbegriffen sind, auch die Auswahl der als „Handwerke“angesprochenen Gewerbe selbstverständlich nicht frei von Fehl-griffen sein wird. Sie gewinnen allerdings an Wahrscheinlichkeit,wenn wir sie mit den doch etwas zuverlässigeren Ziffern der „Ver-hältnisse“ vergleichen, die wir oben bereits kennen gelernt haben.Danach wird man das eben ausgesprochene Urteil: die Handwerker-klasse habe sich numerisch im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung desReichs nicht unwesentlich vermindert — durch die angeführtenZahlen bestätigt finden.
Nun mufs aber bedacht werden, dafs es noch immer keinerichtigen Vorstellungen von der Bedeutung des Handwerks alssocialer Klasse erweckt, wenn wir die Gesamtzahl der Handwerks-meister und ihrer Angehörigen im ganzen Reich — Stadt undLand — mit der Gesamteinwohnerzahl Deutschlands vergleichen.Denn wo das specifische Handwerkertum zu Hause ist, das sinddie Städte. Auf dem Lande verschwindet der Handwerkerstandals selbständige sociale Klasse und geht in den Schichten der länd-lichen Bevölkerung auf, der er seinen Einkommensverhältnissennach sich angliedert. Erst in den Städten gewinnt er die Be-deutung einer selbständigen, in ihren Eigenarten scharf umrissenensocialen Klasse. Wir müssen also auch, um seine zunächst numerischeBedeutung als Klasse in der Gesellschaft richtig zu würdigen, seineVertreter in den Städten in ein Verhältnis zur städti-schen Bevölkerung setzen.
Die Ergebnisse der „Erhebungen“ ermöglichen für das Jahr1895 einen solchen Ansatz. Um eine vergleichbare Ziffer für dieMitte des Jahrhunderts zu gewinnen, können wir den Anteil derstädtischen Handwerksmeister, die in der preufsischen Handwerker-tabelle von 1849 aufgeführt werden, an der damals in Städten
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