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reichem Mafse zur Verfügung stehen, durchaus noch vor. DerÜbergang zur Stallfütterung wurde eben vollzogen; der Rübenbauwar noch gering. Die Drainierung begann gerade *, die Drillkulturwar noch unbekannt 1 2 , der Handdrusch noch allgemein. Die wissen-schaftliche Basis des Pflanzenanbaus fehlte noch: die erste Auflagevon Liebigs grundlegendem Werke erschien im Jahre 1840 3 .
Zunächst hat das der Bebauung unterworfene Kulturland anAusdehnung gewonnen: das Ödland ist verringert, das Hutungs-land und teilweise das Waldgebiet haben abgenommen. Leider läfstdie amtliche Statistik namentlich für die früheren Jahre manches zuwünschen übrig. Immerhin aber bringt sie doch den Entwicklungs-gang im grofsen und ganzen ziffernmäfsig richtig zum Ausdruck.Danach betrug 4 in dem Preufsen alten Bestandes die Fläche des
Acker- undGartenlandesha
der ständigen Weiden (Hutungen)und des unbebauten Landesha
1849
11 794 992
8 512 495
1858
12 973 458
4 414 671
1883
14 547 206
2 158098
1893
14 622 669
2 069 433
1 Seit 1852 in Baden: Festschrift für die Mitglieder der XXI. Versamm-lung deutscher. Land- und Forstwirte (1860). S. 163. Dgl. in Braun-schweig: Festschrift für die Mitgl. der XX. Vers. etc. (1858). S. 17.
2 Vgl. Ersbein, Die Drillkultur, 1863, cit. bei Fraas, Gesch. d. Land-bauwissenschaft (1865) S. 437.
3 Fraas, a. a. 0. S. 340 f. 349 ff. Vgl. auch noch den bereits cit. Be-richt William Jacobs, S. 97 und passim.
4 Vgl. für 1849 und 1858 Jahrbuch für die preufs. Statist. I, 114 f., für1883 und 1893 III, 237 Stat. Han dbuch für den preufs. Staat I, 196. Etwasabweichende Ziffern für die frühere Zeit berechnet J. R. Mucke, Deutschlands Getreideertrag. 1883. S. 22. Er nimmt für die älteren Provinzen Preufsensnebst Hohenzollem als Anbaufläche des Ackerlandes an (Mill. ha): 1805 = 10,2;1825 = 11,2; 1835 = 11,9; 1845 = 12,8; 1855 = 13,6; 1865 = 14,1; 1875 = 14,2.Seite 81 äufsert derselbe Autor die Meinung, dafs diese Ziffern für Preufsenohne einen erheblichen Irrtum auf das ganze deutsche Reich ausgedehntwerden könnten. Für das Kgr. Sachsen enthält dessen Statistisches Jahr-buch für 1880 insbesondere folgende interessante Übersicht:
Es betrug daselbst die Anbaufläche für
Anhau von Futterpflanzen
1878
812 268 ha186137 „15 529 „415161 „11 497 „