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2 (1902) Die Theorie der kapitalistischen Entwicklung : mit Register über Band 1 und 2
Entstehung
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108
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108 Zweites Buch. Die Neugestaltung des Wirtschaftslebens.

Schafrassen wurden allmählich durch die edleren verdrängt. Sobetrug die

Zahl der

1816

1849

Merinoschafe.

719 200

4 452 913

halbveredelten Schafe .

2 367 000

7 942 718

Landschafe.

5 174 186

3 901 277

Die Wollproduktion stieg von 18172 871 Pfd. im Jahre 1816auf 35 853242 Pfd. im Jahre 1849 L

Seit Mitte des Jahrhunderts dagegen wird die Schafhaltungstark vermindert; Rindvieh und Schweine treten mehr und mehran ihre Stelle. Die Rassen sämtlicher Viehsorten haben sich ver-edelt; die Stallfütterung begünstigt durch die Abfallproduktionder Zucker- und Spiritusindustrie ist allgemeiner geworden; dieAusbeute vom einzelnen Stück an Fleisch, Milch etc. ist beträcht-lich gestiegen. Die Viehstandsbewegung kommt durch folgendeZiffern zum Ausdruck: Es wurden gezählt 1 2 3 :

Pferde

Rindvieh

Schafe

Schweine

Anfang der 1860 er Jahre

3 193 700

14 999 200

28 016 800

6 462 600

1873

3 352 231

15 776 702

24 999 406

7 124 088

1883

3 522 545

15 786 764

19 189 715

9 206 195

1892

3 836 256

17 555 694

13589 612

12 174 288

1897

4 038 485

18 490 772

10866 772

14 274 557

1900

4 184 099

19 001 106

9 672 143

16 758 436

Dieterici nimmt für die Jahre 1828 und 1840 gleichmäfsigdas durchnittliche Schlachtgewicht für ein Rind mit 440 Pfd. an;danach würde das Durchschnittsgewicht seitdem um mehr als dieHälfte gestiegen sein, wenn wir heute das Rind zu einem mittlerenLebendgewicht von 8 Otrn. annehmen 8 .

v. d. Goltz 4 * * * schätzt die Vermehrung des Gewichts und damit

1 Nach der vom Frlirn. von Patow verfertigteu Statistik der Woll-produktion Hübner, a. a. 0. S. 16.

2 1897, 33. 1898, 26. 1901, 20.

3 E. Kirstein, a. a. 0. S. 25 , 26.

4 A. a. 0. S. 9. Nach II. Werner, 25 Jahre Rindviehzucht, a. a. 0.

S. 14 würde die Steigerung des Lebendgewichts des Rindviehs allein in den

Jahren 18831892 18,3% betragen haben. Zu einem gleichen Ergebnis kommt

man, wenn man die von einem Stück Vieh gelieferten Düngermengen in den

verschiedenen Zeitpunkten miteinander vergleicht, wie es z. B. Conrad inseinen Agrarstatistischen Untersuchungen (Jahrbücher für N.-O. Bd. XVIII