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Die andern Beispiele betreffen Güter in Österreich-Ungarn , dieaber als analoge Fälle sehr wohl angeführt zu werden verdienen.Ein reines Korngut in Ungarn brachte Reinertrag:
185(3—59 = 12040 fl.
1860—05 = 12040 „
1866—70 = 16630 „
1871—75 = 24460 „
Von da ab beginnen die Erträge zu sinken.
1859/63 = 30324 fl.
1864/68 = 32162 „
1868/73=33 929 „
1874/78 = 32 891 „
Im Grofsherzogtum Hessen schätzte man den Reinertrag desGrund und Bodens 1826 auf 10 Mill. Mk., 1877 auf 32,9 Mill. Mk.den mittleren Kaufwert 1857 auf 1368 Mk. pro ha, 1877 auf2166 Mk. 1
Die Staatsforstwirtschaft des Grofsherzogtums Oldenburg er-gab einen Reinertrag
im Jahre 1852/53 von 5,29 Mk. pro ha,
„ „ 1876/77 „ 10,15 „ „ „ 2 .
Aufserordentlich detaillierte Angaben über die Roh- und Rein-erträge eines Gutes im Königreich Sachsen seit dem Jahre1834 macht Carl F. Petermann. Er kommt zu dem Ergebnis 3 ,dafs der Reinertrag pro sächsischen Acker sich bezifferte im Durch-schnitt der Jahre:
1834—43 auf 30,31 Mk.
1844-53 „ 31,96 „
1854-63 „ 41,86 „
1864—73 „ 53,82 „
1874-83 „ 48,76 „
1 J. Conrad, Grundrifs zum Studium der politischen Ökonomie. 1896.1, 31.
2 P. Kollmann, Das Hzgt. Oldenburg in seiner wirtschaftlichen Ent-wicklung während der letzten 25 Jahre. 1878. S. 184.
3 Carl F. Petermann, Über den Einflufs, welchen die Umgestaltungder Verkehrs- und landwirtschaftlichen Verhältnisse auf den Grad der Inten-sität und auf die Produktionsrichtung der sächsischen Landwirtschaft ausübt.1885. S. 68.