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Zweites Buch. Die Neugestaltung des Wirtschaftslebens.
vornehmlich Metalle, Steine und Erden, Holz. Von diesen habenwir brauchbare Konsumziffern nur für die Metalle. Es ist bekannt,wie sehr insbesondere der Verbrauch an Eisen im 19. Jahrhundertgestiegen ist. Um nur die Ziffern für das letzte Drittel diesesJahrhunderts herzusetzen: der Verbrauch an Roheisen auf denKopf der Bevölkerung betrug in kg:
1861-65
England.134,2
Belgien.—
Ver. Staaten . . . 26,3
Deutsches Reich . . 26,5
1871—75 1881-85 1891—95
170.7 185,9 176,8
132.8 153,8 149,3
66.4 88,0 128,8
57.4 74,2 100,3
(1899 = 154,9)
Ebenso ist durchgängig der Verbrauch an Blei, Kupfer, Zink,Zinn in allen Kulturländern gestiegen.
Einen Schlufs auf die Zunahme des Konsums an Erzeugnissender Bau- und Gerätschaftsgewerbe gestattet uns die Berufs- undGewerbestatistik. Danach nehmen die in jenen Gewerbegruppenbeschäftigten Personen stetig und zwar meist schneller als dieGesamtbevölkerung zu. Es stieg in Deutschland von 1882 bis 1895(nach der Gewerbestatistik) die Zahl der in den Betrieben durch-schnittlich beschäftigten Personen (NB. bei gleichzeitig steigender
Produktivität!)
in: um:
Bergbau, Hütten und Salinenwesen . . . 106155
Industrie der Steine und Erden .... 209090
Metallverarbeitung. 180 042
Industrie der Maschinen und Instrumente . 226 583
Chemische Industrie. 43 454
Papierindustrie. 52 753
Lederindustrie. 38 811
Industrie der Holz- und Schnitzstoffe. . . 128 801
Polygraphische Gewerbe. 57 861
Baugewerbe. 512005
Insgesamt. 1555 555
Am verhältnismäfsig besten sind wir über die Entwicklung desNahrung smittelkonsums unterrichtet, von dem uns der Ver-zehr von Getreide (Brot) und Vieh (Fleisch) an dieser Stelle inter-essiert. In den mahlsteuerpflichtigen Städten Preufsens betrug
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