398 Zweites Buch. Die Neugestaltung des Wirtschaftslebens.
angegeben sind. Diese Firmen sind teilweise allerdings Gewerbe-betriebe (Kundenschneider), grofsenteils aber auch Detaillisten.Es betrug die Dividende 1898/99 bei 1 :
Crisp.
3373 Sg =
3 1 h °io
Evans D. H. . . .
35 374
55
13 x / 2 „
Jays.
32652
55
7V2 „
Jones & Higgins . .
23375
55
10 „
Liberty & Co.. . .
37 369
55
16 „
Louise.
5359
5 )
0 „
Paquin.
59163
55
10 „
Robert T. R. . . .
15 342
55
IOV 2 „
Robinson Peter . .
69564
55
12 „
Swan & Edgar . .
8666
55
6 V 4 „
Wallis Tliom. . . .
32329
55
10 „
Redfern & Co. . .
20053
55
5 „
John Barker & Co. .
55 256
55
12 V 2 „
J. R. Roberts Stores
18490
5 )
7 „
Unter den zuletzt genannten Grofsbetrieben waren nun aberauch schon jene specifischen Repräsentanten des modernen Detail-handels vertreten: die Warenhäuser. Ein solches nämlich liegtüberall dort vor, wo die drei Eigenarten der kapitalistischen Detail-handelsentwicklung sich vereinigt finden:
1. die grofskapitalistische Basis;
2. der kapitalistische Geist, d. h. die Modernität der Ge-schäftsprincipien;
3. die Neuordnung der Waren nach dem Gesichtspunkthöchster Bedarfsanpassung, somit
a) Differenzierung in der Qualität;
b) Kombinierung verschiedener Branchenartikel.
Namentlich auch das Differenzierungsstreben ist bei den
modernen Warenhäusern grofsen Stils zu beachten: sie forcierenin ganz besonderer Stärke die Umsatzgeschwindigkeit und müssendeshalb auch ganz besonders darauf bedacht sein, die Auswahlihrer Artikel dem Bedarf einer ganz bestimmten Kundschaft genauanzupassen, also weniger begehrte Gegenstände, deren längeres Ver-weilen im Lager den Umsatz verlangsamt, aus ihrem Bestände immerwieder auszuscheiden. Das Ideal des Grofswarenhauses ist: von jederWarengattung thunlichst nur einen Gegenstand führen zu müssen,wenn möglich aber alle Gegenstände, die eine bestimmte Kund-schaft für ihren Gebrauch nötig hat. Dieses Programm gelangt
1 Ygl. „Konfektionär“ vom 27. April 1899.