Dreiundzwanzigstes Kapitel. Begriff und Wesen der Konkurrenz. 431
Nun ist aber das vorhergehende Buch eben der Darstellungjener Gestaltungstendenzen der modernen kapitalistischen Ent-wicklung gewidmet worden, aus deren Wirken die Ergebnisse desKonkurrenzkampfes zwischen Handwerk und Kapitalismus ihreErklärung finden sollen. An sie knüpfen wir unmittelbar an: siesind der Hintergrund, auf dem sich die folgende Darstellung ab-spielen wird. Diese mufs nun aber gleichzeitig auch die Erfüllungder Abschnitte des ersten Bandes bringen, in denen das Thatsäcli-liche der modernen Entwicklung aufgezeichnet worden ist. Denneben dieses gilt es ja zu erklären. Damit ist uns nun also dieAufgabe der folgenden Untersuchung genau umschrieben. Waswir als Grundzug der gewerblichen Entwicklung nachgewiesenhatten, war ein siegreiches Vordringen des Kapitalismus auf derganzen Linie. Der Nachweis, den wir jetzt zu führen haben, istdieser: warum siegte die kapitalistische, gewerblicheOrganisation über die handwerksmäfsige, nachdemjene Bedingungen, wie sie im vorhergehenden Buchedargestellt sind, erfüllt waren? Oder um eine Nuance all-gemeiner gefafst: warum mufs der Kapitalismus siegen, wenn undso lange jene Bedingungen gewerblicher Produktion wirksam sind?