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2 (1902) Die Theorie der kapitalistischen Entwicklung : mit Register über Band 1 und 2
Entstehung
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Fünfundzwanzigstes Kapitel.

Die Qualität des Dargebotenen.

Die Hauptsache bleibt freilich am Ende die Güte desDargebotenen selbst. Man steckt auch gern ein paar Grob-heiten ein und holt sich schlimmsten Falles kalte Füfse, wenn manbestimmt weifs, dafs es hier aufser den Grobheiten und den kaltenFüfsen doch auch die besten Käse oder die leckersten Pfannkuchengiebt. Wie also steht es mit dieseminneren Werte der dar-gebotenen Waren oder Leistungen? Ist für ihn das Handwerknoch immer der sicherste Garant? Ach nein. Wiederum ist ihmauf der ganzen Linie der Kapitalist zuvorgekommen in der Lieferungguter Ware. Will ich mich ä quatre öpingles kleiden, so gehe ichzum grofsen Schneider; will ich elegante, gutsitzende Schuhe, zumfeinen Schuh Warengeschäft; liegt mir daran, Bart und Haar vorAria celsi zu bewahren oder meine Nase vor den schmierigenPfoten eines ungewaschenen Rasierers, so gehe ich in den elegantenFrisiersalon; will ich für ein Stück Möbel etwas anlegen, will ichmir ein Bücherregal, einen Schreibtisch machen lassen, die gefällig,gediegen oder gar geschmackvoll sein sollen, und es kommt mir aufden Preis nicht an, so bestelle ich sie bei der grofsen Möbelfabriku. s. w. in infinitum. Was wiederum auch für den Händler gilt:will dieser sich ein Sortiment von Kravatten 1 oder Handschuhenoder Schürzen oder Reisetaschen oder Cigarrenspitzen, Tabakspfeifenoder sonst etwas zulegen, so bevorzugt er den Reisenden des grofsenGeschäfts, der ihm immer reiche Musterkollektionen vorlegt undnatürlich jedes Stück darin eleganter und gefälliger als es beimHandwerker je zu wachsen vermag. Gar nicht erst wieder davonzu reden, dafs ihm jener alles unter kulantesten Bedingungen in

1 Vgl. für deren Existenzbedingungen UOe., 81 ff.