Neunundzwanzigstes Kapitel. Der Kampf um die Produktionsmittel. 487
Größe
des Motors inPferdekräften
Gaskonsum (cbm)
pro Stunde
pro Stunde undPferdekraft
pro Stunde
pro Stunde undPferdekraft
V*
0,30
1,20
0,09
0,36
1
1,20
1,20
0,36
0,36
3
2,10
0,70
0,63
0,21
5
3,25
0,65
0,97
0,19
10
6,50
0,65
1,95
0,19
Endlich mufs noch des Elektromotors Erwähnung ge-schehen, der in neuerer Zeit als die „Kleinkraftmaschine * 1 2 “ parexcellence gerühmt worden ist und der auch jedenfalls vor denanderen Motoren den Vorzug besitzt, dafs er in den kleinstenDimensionen verhältnismäfsig am billigsten sich stellt und auchwohl am bequemsten sich kleineren Betrieben einfügen läfst.
Aber auch dieser bleibt dem Preisgesetz unterworfen, demdie anderen Motoren unterliegen: er wird verhältnimäfsig um sobilliger, je gröfser er ist. Nach der sehr genauen Berechnungvon H. Lux (a. a. O. S. 202 ff.) stellen sich in fünf verschiedenenFällen die Kosten wie folgt: Es kostet der jährliche Betrieb einerPferdestärke in Mark bei
2 PS.
5 PS.
8-10 PS.
Elektrischem Motor 1
261,4
241,0
230,5
. » II
283,0
262,3
251,2
, „ HI
231,0
210,8
200,7
„ iv
249,6
229,1
218,8
» » V
429,0
315,2
229,2
Noch beträchtlicher ist die Verbilligung der Krafteinheit beigröfseren Ausmessungen der Elektromotoren. Ebenfalls nachH. Lux 3 würden die jährlichen Betriebskosten einer PS. bei den
überein. Um so mehr Grund, die für uns einzig relevante Thatsache derPreisabstufung, die überall annähernd dieselbe ist, als aufser allem Zweifelstehend anzunehmen.
1 Die Vaterschaft an diesem heute allgemein gebräuchlichen Ausdruckreklamiert F. Reuleaux für sich: „Kleinkraftmaschinen, wie ich die kleinenMotoren zu nennen vorgeschlagen habe.“ Siehe F. Reuleaux, Einfluß derMaschinen auf den Gewerbebetrieb in Nord und Süd 1879. S. 125. In Wirk-lichkeit findet sich die Bezeichnung schon früher. Vgl. Jo 11, Die wichtigstenKleinkraftmaschinen etc. 1870.
2 H. Lux, Die wirtschaftliche Bedeutung der Gas- und Elektrizitätswerkein Deutschland . 1898. S. 120.