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2 (1902) Die Theorie der kapitalistischen Entwicklung : mit Register über Band 1 und 2
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486
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480 Drittes Buch. Die Theorie der gewerblichen Konkurrenz.

nehmer sich bemüfsigt fühlen wird, die teueren Dampfmaschinenzu verwenden, wenn er den billigeren Gasmotor haben kann. Stelltman solcherart die praktisch in Betracht kommenden Konkurrenz-maschinen nebeneinander, so ergiebt sich jene Benachteiligung derkleinen Kraftvermittler, um deren Feststellung es sich hier handelt,wiederum auf das deutlichste. Zunächst stehen die Preise der Gas-motoren selbst in keinem Verhältnis zu der Zahl ihrer Pferdekräfte;just wie bei den Dampfmaschinen ist der Preis auf die einzelnePferdekraft um so niedriger, je gröfser die Motoren sind. Musil (a. a. O. S. 184) führt folgende Preise für Gasmotoren ab Fabrik an:

Es kostet ein Gasmotor es kostet also eine Pferdekraft

mit

1 PS.

1000 Mk.

1000 Mk.

»

2

1350

r>

675

n

3

Yi

1650

»

550

n

4

2000

n

500

n

6

2600

7 )

433 x / 8

n

8

3000

375

n

10

??

3600

»

360

Ebenso ist aber der Preis für die Nutzung einer Pferde-kraft bei den Gasmotoren um so höher, je kleiner der Motor ist.Lux selbst berechnet (a. a. 0. S. 205), dafs der Betrieb einerPferdekraft jährlich kostet bei einem Gasmotor von:

2 PS. 447,0 Mk.

5 n 295,2

810 226,2

Damit stimmen ungefähr die Angaben überein, die Musil (a. a. O. S. 64/68) über den Preis der Pferdekraft bei Gasmotorenmacht. Diese beträgt nämlich, bei einem Gaspreise von bezw. 16,10 und 810 Pf. pro cbm pro Stück Pfennige:

bei einer in Wien in Berlin in Köln Kleingasmaschine 13,5 8,0 8,0

Grofsgasmaschine 8,5 5,0 4,54,0.

Und ähnliche Abstufungen weisen die Berechnungen auf, diekürzlich die Compagnie Parisienne du Gaz bei den neuen vertikalenGasmotoren über die Kosten des Gasverbrauchs aufgestellt hat unddie folgendes Ergebnis zeitigten 1 :

1 Mitgeteilt in der Neuen Zeit XVI. Jahrg. (1897/98). 2. Bd. S. 219.Auch hier stimmen die absoluten Ziffern bei den verschiedenen Autoren nicht