Zweiunddreifsigstes Kapitel.
Der Kampf um die Technik.
Diejenigen Verfahrungsweisen, deren sich die moderne gewerb-liche Produktion bedient 1 , um zu höherer Leistungsfähigkeit zugelangen, sind vornehmlich folgende vier, die hier in Betrachtkommen:
1. das materialvereinigende Verfahren 5
2. das arbeitzerlegende Verfahren;
3. das wissenschaftliche Verfahren;
4. das maschinelle Verfahren.
Dafs alle diese Verfahrungsweisen nicht nur höhere qualitativeLeistungen ermöglichen, sondern vor allem auch den Produktions-aufwand veringern helfen, sei es durch gröfsere Raum- oder Stoff-ökonomie, sei es insonderheit durch gröfsere Zeitökonomie, dafssie also zur Produktionskostenverringerung beitragen, ist eine wohlvon niemand bestrittene Thatsache. Man mag sich gegen die Über-treibungen wenden, die oft genug bei der Beurteilung der durchjene Verfahrungsweisen thatsächlich herbeigeführten Kostenersparnisverübt worden sind 2 , d. h. man mag über das Mehr oder Wenigeran Produktivität streiten, das die Anwendung genannter Verfahrenim Gefolge hat: das ob kann nicht in Zweifel gezogen werden.
Somit kann es auch nicht die Aufgabe der folgenden Dar-stellung sein, die allgemeinen Gründe für die Überlegenheit besagterVerfahrungsweisen etwa durch ein induktives Beweismaterial, voraus-gesetzt auch, dafs ein solches zu beschaffen wäre, zu erhärten.Was vielmehr allein der Prüfung zu unterwerfen ist, ist die Frage:ob bei der Anwendung jener vollkommeneren Arbeitsweisen einer
1 Genaueres siehe in meiner Gewerbl. Arbeit, a. a. 0. S. 22 ff.
2 Siehe z. B. die verdienstvollen Untersuchungen von A. Yoigt, in U. III.
passim.