568 Drittes Buch. Die Theorie der gewerblichen Konkurrenz.
Diese Ziffern, so erstaunlich sie schon sind, drücken nun abernoch keineswegs das Mafs von Ausbeutung jugendlicher Arbeits-kräfte aus, die heute in den verschiedenen Handwerken stattfindet.In den obigen Zahlen der „Arbeiter überhaupt“ sindnämlich auch die jugendlichen Arbeiter unter 16 Jahrenmitenthalten, also jene Elemente, die man aus irgendwelchenGründen für gut befunden hat, nicht mehr als „Lehrlinge“ zu be-zeichnen. Ihre Zahl müssen wir nun aber offenbar den obigenZahlen der „Lehrlinge“ zuzählen, um das richtige Verhältnis zuermitteln, das im Handwerk zwischen jugendlichen und erwachsenenArbeitern besteht. Dann ergiebt sich folgendes Bild:
In Betrieben mit bis 5 Personen wurden gezählt:
Er-
Jugendl. Arbeiter
auf 100 Er-
Gewerbe
wachsene
unter 16 Jahren
wachsene unreife
Arbeiter
und Lehrlinge
Arbeitskräfte
1. Schlosser.
19 593
29437
150,2
2. Friseure und Barbiere
19 686
19707
100,4
3. Tapezierer ....
6160
5620
91,5
4. Buchdrucker . . .
3 968
3619
91,2
5. Riemer und Sattler .
16505
14301
86,6
6. Klempner.
14863
12 882
86,6
7. Buchbinder ....
7 245
6 213
85,6
8. Kupferschmiede . .
2522
2123
84,2
9. Schneider.
90002
67 903
75,4
10. Konditoren ....
5 513
4127
74,9
11. Uhrmacher ....
6328
4713
74,6
12. Tischler.
72303
52 750
72,9
13. Stubenmaler ....
26431
19021
72,1
14. Drechsler.
5 843
4170
71,3
15. Grob- (Huf-) Schmiede
55 874
40511
70,7
16. Böttcher.
10136
6891
67,9
17. Glaser.
5 652
3744
66,2
22820
14638
65,8
19. Schuhmacher . . .
77 441
50528
65,2
20. Bäcker.
74986
48140
64,2
21. Fleischer.
54942
32401
58,9
In 21 Gewerben
598813
443039
73,9
Also im Durchschnitt sind in den aufgeführten Handwerkenheute beinahe drei Siebentel aller Hilfskräfte unreife, jugendliche;in einigen Gewerben erreicht die Zahl der jugendlichen Arbeiter