584 Drittes Buch. Die Theorie der gewerblichen Konkurrenz.
als ob die Entwicklung in der Schweiz noch etwas rückständig sei und etwadem Stande der Dinge entspräche, den wir oben für Deutschland vor etwa20 Jahren konstatieren konnten.
Uber die analogen Zustände in Frankreich unterrichtet J. Fouque,La crise de Tapprentissage et les progres de l’enseignement professionnel.
1900. Ein resümierender Aufsatz desselben Autors in den Questions pratiquesde Legislation ouvriere (20. X. 1900) beginnt mit den Worten: „L’apprentissage— et nous entendons ce mot dans son sens restreint, celui d’enseignementd’un Metier manuel — est en train de disparaitre.“ Dieser Satz wird dann desweiteren dahin erläutert: „l’idöe morale et tutelaire qui dominait 1’an eiencontrat d’apprentissage tend manifestement ä s’oblitdrer chez beaucoup depatrons, qui voient dans leurs apprentis des ouvriers ä hon marche plutotque des pupilles“ . . . Ygl. neuerdings Cb. M. Limousin, L’instructionprofessionnelle et l’industrie nouvelle im Journal des Economistes. 15. X.
1901. pag. 16 ff.
Für England sind vor allem zu vergleichen die beiden Werke vonSidney und Beatrice Webb : 1) The History of Trade Unionism. 1894;deutsche Ausgabe 1896. 2) Industrial Democracy. 1897. Deutsche Ausgabe(1898) u. d. T.: Theorie und Praxis der englischen Gewerkvereine. —
Vgl. übrigens auch die Litteraturübersiclit in dem Artikel „GewerblicherUnterricht“ (Carl Roscher) im H. St. 4 2 (1900), in der merkwürdigerweisegerade die oben genannten Quellen und Schriften sämtlich fehlen.