Druckschrift 
3. Das Wirtschaftsleben im Zeitalter des Hochkapitalismus ; 1 (1927) Die Grundlagen - Der Aufbau
Entstehung
Seite
170
Einzelbild herunterladen
 

170

Erster Abschnitt: Das Kapital

Anleihen zu Heereszwecken nehmen heute fast durchgängig dieKapitalform an, sobald mit ihnen Bestellungen bei kapitalistischenUnternehmungen gemacht werden.

Endlich ist hier zu erwähnen

c) die Ausbildung der Technik, potentielles Kapital in ak-tuelles'' zu verwandeln.

Ich denke dabei an folgende Entwicklungsreihen:a) dieZunahme der Kapitalbildung im Bahmen einer und der-selben Unternehmung. Diese findet statt sowohl weil die kapita-listischen Unternehmungen zahlreicher als auch weil sie größer werden.Dadurch geschieht es, daß unter dem Einfluß der oben Seite 167 ge-schilderten Geschäftsmaximen immer häufiger Geschäftsüberschüssedes eigenen Geschäfts dem Kapital zugeschlagen werden: Rücklagender Aktiengesellschaften!

Nach Berechnungen amerikanischer Forscher werden neun Zehntel descorporate surplus, das heißt des Reinertrages, der übrig bleibt nachAusschüttung der Dividenden, verwendet zum Zweck der Geschäfts-erweiterung (for the extension or safe guarding of business). Um welcheRiesenbeträge es sich dabei handelt, ist aus folgenden Ziffern ersicht-lich: Der Corporate Surplus betrug:

1913 . 1000000000 $

1914 . 500000000

1915 . 1600000000

1916 . 3900000000

1917 . 3400000000

1918 . 1700000000

1919 . 1300000000

1921 . 500000000

Bureau of Economic Research. Inccme in the U. S. A. pag. 33, 46.Andere Ziffern, aus denen der Umfang derSelbstfinanzierungamerikanischer Gesellschaften hervorgeht, sind folgende:

Eine Anzahl von Unternehmungen, deren Kapitalprofit 1911 bis 19186010000000 $ betrug, verteilten davon 3240000000 $ als Dividende undbehielten den Rest für die Ausweitung ihres Geschäftes zurück.

144 führende Gesellschaften (im Wall Street Journal aufgeführt) stecktenvon ihren Profiten ins Geschäft:

1915 .

.... 354 Millionen $

1916

.... 921

33 33

1917

.... 695

?3 33

1918

.... 445

53 33

1919

.... 463

33 3 3

1920 .

.... 382

33 33

Ziffern bei Lincoln, Applied Business Finance 2 (1923), 723 ff.