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Erster Abschnitt: Das Kapital
Anleihen zu Heereszwecken nehmen heute fast durchgängig dieKapitalform an, sobald mit ihnen Bestellungen bei kapitalistischenUnternehmungen gemacht werden.
Endlich ist hier zu erwähnen
c) die Ausbildung der Technik, potentielles Kapital in ak-tuelles'' zu verwandeln.
Ich denke dabei an folgende Entwicklungsreihen:a) die’Zunahme der Kapitalbildung im Bahmen einer und der-selben Unternehmung. Diese findet statt sowohl weil die kapita-listischen Unternehmungen zahlreicher als auch weil sie größer werden.Dadurch geschieht es, daß — unter dem Einfluß der oben Seite 167 ge-schilderten Geschäftsmaximen — immer häufiger Geschäftsüberschüssedes eigenen Geschäfts dem Kapital zugeschlagen werden: Rücklagender Aktiengesellschaften!
Nach Berechnungen amerikanischer Forscher werden neun Zehntel des„corporate surplus“, das heißt des Reinertrages, der übrig bleibt nachAusschüttung der Dividenden, verwendet zum Zweck der Geschäfts-erweiterung („for the extension or safe guarding of business“). Um welcheRiesenbeträge es sich dabei handelt, ist aus folgenden Ziffern ersicht-lich: Der Corporate Surplus betrug:
1913 . 1000000000 $
1914 . 500000000 „
1915 . 1600000000 „
1916 . 3900000000 „
1917 . 3400000000 „
1918 . 1700000000 „
1919 . 1300000000 „
1921 . 500000000 „
Bureau of Economic Research. Inccme in the U. S. A. pag. 33, 46.Andere Ziffern, aus denen der Umfang der „Selbstfinanzierung“amerikanischer Gesellschaften hervorgeht, sind folgende:
Eine Anzahl von Unternehmungen, deren Kapitalprofit 1911 bis 19186010000000 $ betrug, verteilten davon 3240000000 $ als Dividende undbehielten den Rest für die Ausweitung ihres Geschäftes zurück.
144 führende Gesellschaften (im Wall Street Journal aufgeführt) stecktenvon ihren Profiten ins Geschäft:
1915 .
.... 354 Millionen $
1916
.... 921
33 33
1917
.... 695
?3 33
1918
.... 445
53 33
1919
.... 463
33 3 3
1920 .
.... 382
33 33
Ziffern bei Lincoln, Applied Business Finance 2 (1923), 723 ff.