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3. Das Wirtschaftsleben im Zeitalter des Hochkapitalismus ; 1 (1927) Die Grundlagen - Der Aufbau
Entstehung
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Erster Abschnitt: Das Kapital

19011905:

625 mit 1103 Mill. Mk. Kapital

19061910:

944 1389

1911:

169 236 ,, ,,

1912:

179 245

1913:

175 217

Nach privaten Berechnungen HSt. I 4 , 155/56.

Die Gesamtzahl der tätigen Aktiengesellschaften in Deutschland beliefsich am 30. November 1909 auf:

5222 mit 14737,3 Mill. Mk. Kapital.

Stat. Jahrb. f. d. D. R.

6. USA : Hier hat die Entwicklung des Aktiengesellschaftswesens ihrehöchste Stufe erreicht. DieCorporations erzeugten von sämtlichenProdukten in der Industrie: 1904 73,7%, 1909 79,0%, 1914 83,3%,1919 87,9%, im Bergbau (1909) 91,4% und beschäftigten von der Lohn-arbeiterschaft dort bzw. 70,6, 75,6, 80,3, 86,5%, hier 90,6%. Statistical Abstract of the Census.

Über die Verbreitung der Aktien, das heißt die durch die Effektifi-zierung erfolgte Zerteilung der in einer Unternehmung dargestelltenKapitaleinheit, sind wir in letzter Zeit gut unterrichtet. Anfangs istdiese wichtige Frage nur von einzelnen Forschern untersucht worden. DieErgebnisse sind folgende:

Der englische Nähgarn-Trust zählte (Ende des 19. Jahrhunderts)12300 Anteilhaber. Davon:

6000 Inhaber von Stammaktien mit 1200 Mk. Durchschnittskapital4500 Prioritätsaktien 3000 ,,

1800 ,, Obligationen 6300

Der Trust der Feingarnspinner hatte 5454 Anteilsinhaber. Davon:2904 Inhaber von Stammaktien mit 6000 Mk. Durchschnittskapital1870 Prioritätsaktien 10000 ,,

680 Obligationen 26000

Ähnliche Verhältnisse weist der Baumwoll-Trust P. & T. Coats auf.Die Zahl der Aktionäre des großen Manchester Schiffskanals belief sich,als unser Gewährsmann schrieb (1899), auf rund 40 000, die des großenProvisionsgeschäfts T. Lipton auf 74 262. Das Warenhaus Spiers & Pondin London hatte bei einem Gesamtkapital von 26 Mill. Mk. 4650 Aktionäre,davon nur 550, deren Aktienbesitz je 10 000 Mk. überstieg. Ed. Bern-stein, Die Voraussetzungen des Sozialismus (1899), 48.

Alfr. Neymarck hat im Jahre 1902 die Besitzverteilung von mehrals 100 000 Namensaktien der großen französischen Eisenbahngesellschaftenund von über 500 000 auf den Namen lautenden Obligationen dieser Ge-sellschaften ermittelt. Das Ergebnis, zu dem er gelangt, ist folgendes:18,3 % der Aktien hatten je einen Besitzer,

53,2 ,, ,, ,, entfielen auf Besitzer von 210 Aktien,

ifS 7 11_ 94

12 ,, ,, ,, ,, ,, ,, ,, 500 und mehr Aktien.

Von 520 000 Obligationen entfielen 354 731 auf Besitzer von 1-24