Vierzehntes Kapitel: Der Kredit und seine Entwicklung
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Stück, 137 681 auf Besitzer von 25—100 Stück. A. Neymarck, UneStatistique nouvelle sur le morcellement des valeurs mobilieres. 1903.
Felix Deutsch nimmt für Deutschland in einer 1919 von derHandelskammer zu Berlin veröffentlichten Statistik, auf Grund von Aus-zählungen einiger größerer Aktiengesellschaften an, daß der durchschnitt-liche Besitz des einzelnen Aktionärs sich nicht höher als auf 3000—5000 Mk.beläuft. (Eine meines Erachtens zu niedrige Durchschnittssumme.) Inihrem Geschäftsbericht für 1920 schätzt die Deutsche Bank den durch-schnittlichen Besitz ihrer Aktionäre auf 9000 Mk. Nennwert.
Über Amerika , das immer noch als vorwiegenden Typ die Namenaktiehat, sind wir am besten unterrichtet. Bei drei amerikanischen Telephon-gesellschaften besitzen 97 833 Aktionäre, die 98 Berufen angehören,560 033 Aktien, das sind durchschnittlich etwa 6 Aktien für jeden Aktionär.Annähernd 11000 Bureauangestellte besitzen durchschnittlich etwa4 Aktien, etwa 10 000 Telegraphen- und Telephonangestellte desgleichen,etwa 20 000 Hausfrauen 6, 4300 verantwortliche Angestellte 10 Aktien.B.. S. Brookings, Demokratisierung d. amerik. Wirtschaft (1925), 38f.
Eine umfassendere Statistik bezieht sich auf die Jahre nach demKriege. Sie ergab, daß die Zunahme der Aktieninhaber von 1918—1925
betrug bei:
Eisenbahnen. 318 481
Expreß und Pullman. 10 823
Straßenbahnen. 275 000
Gas- und Elektrizitätsgesellschaften. 1 361 279
Telephon- und Telegraphengesellschaften . . . 264 571
Verpackungsgesellschaften. 35 000
10 Ölgesellschaften. 137 677
5 Eisen- und Stahlgesellschaften. 92 226
10 anderen Unternehmungen .. 19 357
2 514 394
Mitgeteilt vom „Heimatdienst“, 15. Februar 1926.
Die Gruppen, unter denen die Aktien verteilt werden, sind die „Kunden“und die Angestellten. Siehe noch andere Ziffern bei E. E. Lincoln,Applied Business Finance (2. ed. 1923), Ch. XII und Carver, IndustrialOwner-ship. 1926.
8. Der Wecliselkredit
Aus den im Text angeführten Gründen entwickelt sich der Wechsel-verkehr nicht annähernd im Verhältnis zur Ausdehnung der gesamtenKreditwirtschaft. Ja, der Warenwechselverkehr zeigte schon vor dem Kriege(in Deutschland ) eine leise Tendenz zur (absoluten!) Verringerung.
Der Wechselumlauf betrug in Deutschland :
1885: 12,06 Milliarden Mk., davon Bankakzepte 2,1 Milliarden Mk.1905: 25,501910: 33,391912: 36,681913: 36,24
8,5
11,2
12,7
13,1