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Sechzehntes Kapitel
Grundsätzliches
I. Wir wollten unter Sachkapital alle Sachgüter verstehen, in denensich das Kapital jeweils niederschlägt, in die es sich „einkleidet“. Dassind also alle Produktionsmittel und Produkte kapitalistischer Unter-nehmungen, bis sie zum Verzehr gelangen. Der Umfang und die Größedes Sachkapitals hängen ab von dem Umfang und der Größe der gesell-schaftlichen Produktion, wie diese von dem Umfang und der Größedes Sachkapitals. Das Sachkapital ist Ursache und Wirkung in einem:Produktionsbedingung und Produkt.
II. Zusammensetzung des Sachkapitals:
1. nach dem Festigkeitszustande:
a) Produktionsmittel aus früheren Produktionsperioden: „Anlagen“,Arbeitsmittel, Vorräte;
b) werdende Güter: Rohstoffe, Hilfsstoffe, Halbfabrikate;
c) fertige Güter, solange sie aus dem Kapitalnexus noch nicht ent-lassen sind.
’p Ich halte es für unzweckmäßig, nur „umlaufendes Kapital“ alsKapital anzusehen, wie es namentlich in der älteren, englischen National-ökonomie üblich war. Für die Produktions Wirkung sind die „Anlagen“ebenso bedeutsam wie das umlaufende Kapital;
2. nach dem Verwendungszweck:
a) der Subsistenz(Unterhalts-)mittelfonds der Lohnarbeiter, Ein-kommensgüter der Lohnarbeiter, „Lohnfonds“.
Von den Klassikern oft als einziger Bestandteil des Sachkapitalsbetrachtet, während zu diesem zweifellos ebenfalls gehört:
b) der Subsistenzmittelfonds der Kapitalisten-Klasse. Sowohl,weil er ebenso unentbehrlich für die Aufrechterhaltung der kapita-listischen Wirtschaft ist, als auch, weil er zum allergrößten Teile je-weils die Kapitalform annimmt: das Realkapital jedes Nachproduzentenenthält den realisierten Mehrwert des Vorproduzenten;
c) die Arbeitsmittel, die zur Erzeugung von a und b dienen.
Selbstverständlich erscheinen diese drei Arten des Sachkapitals in
allen drei Festigkeitsstadien;