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Erster Abschnitt: Das Kapital
Seit Mitte des Jahrhunderts dagegen wird die Schafhaltung stark ver-mindert: Rindvieh und Schweine treten mehr und mehr an ihre Stelle.Die Rassen sämtlicher Viehsorten haben sich veredelt; die Stallfütterung— begünstigt durch die Abfallproduktion der Zucker- und Spiritus-industrie sowie die künstlichen Futtermittel — ist allgemeiner geworden;die Ausbeute vom einzelnen Stück an Fleisch, Milch usw. ist beträchtlichgestiegen. Die Viehstandsbewegung kommt durch folgende Ziffern zumAusdruck. Es wurden gezählt:
Pferde
Rindvieh
Schafe
Schweine
Anfang der 1860er
Jahre 3193700
14999200
28016800
6462600
1873
3352231
15776702
24999406
7124088
1883
3522545
15786764
19189715
9206195
1892
3836256
17555694
13589612
12174288
1900
4184099
19001106
9672143
16758436
1912
4523059
20182021
5803445
21923707
Nach dem Stat. Jahrb.
Die für die Viehhaltung benutzte Landfläche bleibt sich von 1893bis 1913 gleich: 20,8—20,4 Mill. ha.
Der Ertrag steigt von:
1893: 238702000 Doppelzentner auf1913: 554703000
A. Schulte im Hofe, a. a. O., Seite 60/61.
Es wurde Fleisch in Schlachtungen gewonnen:
1893: 20256000 dz1913: 31503700 „
(Zuwachs nur durch Schweinefleisch.)
Federvieh wurde geschlachtet:
1893: 1886500 dz1913: 2443500 „
Milch wurde gewonnen:
1893: 17423 Mill. Liter1913: 21303 „
Eier:
1893: 3646 Mill. Stück1913: 5952 „
Butter und Käse unwesentlich vermehrt.
Nach A. Schulte im Hofe, a. a. O., Seite 33ff.
Nun darf aber freilich nicht verschwiegen werden, daß dieser be-trächtliche Ausbau der europäischen Wirtschaft in der eben geschildertenRichtung nicht wohl denkbar gewesen wäre, ohne daß gleichzeitigAnbau und Abbau in dem von mir angegebenen Sinne eingetreten wären.Denn um jene Steigerung der Bodenproduktivität und jene Hebungder Viehwirtschaft zu bewirken, bedurfte es erstens der Einfuhr vonunentbehrlichen agrarischen Hilfsstoffen, den künstlichen Futter-mitteln aus den neubesiedelten Gebieten; zweitens der Verwendung von