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Erster Abschnitt: Das Kapital
an Thomaschlacke :
1885 . 50000 dz
1900 . 9 000 000 „
1910 . 18000000 „
an Chilesalpeter:
1880—84 ... . 957000 dz
1901—05 . 3 635 000 „
1912 . 8 498 000 „
an schwefelsaurem Amoniak:
1890 . 650 000 dz
1900 . 1180 000 „
1910 . 3 000000 „
Nach den Berechnungen von Prof. Honcamp-Rostock betrug derGesamtverbrauch an Kunstdünger in Deutschland :
1890 .... 16 Mill. dz1900 .... 31 „ „
1910 .... 59 „ „
1913 .... 80 „ „
Das heißt: Er verfünffachte sich in dem Zeitraum von 1890—1913,in dem sich der Ertrag nur verdreifachte.
Wäre die westeuropäische Landwirtschaft sich selbst überlassen ge-blieben, auf ihr Produktionsgebiet und die rein organische Produktions-technik, so wäre sie bald an einem Punkte angelangt der derEntfaltung des Kapitalismus Schranken gesetzt hätte. Da die Mehr-produktion nur mit sinkendem Ertrage bewirkt werden konnte,so war die unausbleibliche Folge ein rasches Steigen der Agrar-produktenpreise.
Dieses erlebte England , schon seit dem Anfang des 18. Jahrhunderts,als dort die Intensivisierung der Landwirtschaft begann.
Das Winchester Quarter Weizen kostete am Marientage im Durch-schnitt der Jahre in Schilling:
1725—1750: 33,91751—1775: 44,41776—1800: 56,11800—1825: 90,3
Berechnet nach den Tabellen bei Tooke und Newmarch, DeutscheAusgabe 1 (1862), 798/99.
In den kontinentalen Staaten setzte die Preissteigerung erst zu Beginndes 19. Jahrhunderts ein und dauerte bis in den Anfang der 1870er Jahre.
In Preußen alten Bestandes betrug der Preis für die Tonne in Mark:Weizen Roggen Gerste Hafer1821—1830: 121,4 126,8 76,6 79,8
1871—1875: 235,2 179,2 170,8 163,2
Nach den Zusammenstellungen Conrads im HSt. 3 \ 892.