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Erster Abschnitt: Das Kapital
2. Das erste Anbaugebiet außerhalb Westeuropas , auf das derKapitalismus die Hand legt, findet sich in den Ländern alter Kultur,zunächst Osteuropas .
Hier betrug (nach derselben Quelle) das Anbauareal der fünf Ge-treidearten 1000 ha:
1871-1875: 77867 ha1901-1905: 96814 „
1906: 100615 „
In Rußland betrug die Anbaufläche für Weizen, Roggen, Gerste, Haferund Kartoffeln:
1871/1875: 61,1 Mill. ha1896/1900: 70,1 „ „
1913: 88,1 „ „
Nach Sundbärg und Stat. Jahrb.
In Rumänien standen unter dem Pfluge:
1860: 2494220 ha
1901/05: 5236332 „
Amtliche Denkschrift: La Roumanie 1866—1906 (1907), S. 267f.
An Osteuropa reihten sich andere Länder des ferneren Ostensmit ebenfalls alter Kultur, in denen aber die Anbauflächen noch weitereAusdehnung erfuhren,. indem teilweise früher besiedelte, dann ver-lassene Gebiete durch Bewässerung der Bodenkultur zurückgewonnenwurden.
In Ägypten wurden mit Baumwolle bestellt (ohne den Umfang desGetreidelandes einzuschränken):
1894: 965946 Feddam
1904: 14367081908: 1640415
G. Martin, L’evolution economique (1910), S. 117.
Die Anbaufläche für Weizen betrug in Britisch-Indien:
1896/1900: 8813000 ha
1912: 11966200 „
Sundbärg und Stat. Jahrbuch.
Und dann — das ist natürlich der springende Punkt — kam dergroße Griff in
3. die unbesiedelten Gebiete des Westens, die ihre weiten,unbebauten Flächen dem europäischen Kapitalismus zur Benutzungdarboten.
Sundbärg berechnet, daß in den „anderen Ländern“, das heißt inden außereuropäischen Ländern, unter denen Amerika und Australien