Zwanzigstes Kapitel: Die ökonomistische Theorie
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mehr Lohnarbeiter auf jenem. Die Reproduktion der Arbeitskraft . . .bildet in der Tat ein Moment der Reproduktion des Kapitals selbst. Ak-kumulation des Kapitals ist also Vermehrung des Proletariats“ (677/78).
„Was Mandeville, ein ehrlicher Mann und heller Kopf, noch nichtbegreift (vielleicht, weil er beides ist? W. S.), ist, daß der Mechanismusdes Akkumulationsprozesses selbst mit dem Kapital die Masseder ,arbeitsamen Armen 1 vermehrt, das heißt der Lohnarbeiter“ (579).
„Die disponible Arbeitskraft wird durch dieselben Ursachen entwickeltwie die Expansivkraft des Kapitals“ (609).
„Es ist in Buch I weitläufig auseinandergesetzt, wie Arbeitskraftauf Basis der kapitalistischen Produktion immer vorrätig ist“(2, 503).
„In (dem) Wachstum der Produktionsmittel ist . . . ein-geschlossen das Wachstum der Arbeiterbevölkerung, die Schöp-fung einer dem Surpluskapital entsprechenden und sogar seine Bedürfnisseim ganzen und großen stets überflutenden Bevölkerung von Arbeitern . . .Aus der Natur des kapitalistischen Akkumulationsprozesses . . . folgt . . .von selbst, daß die gesteigerte Masse der Produktionsmittel, die bestimmtsind, in Kapital verwandelt zu werden, eine entsprechend gesteigerte undselbst überschüssige, exploitierbare Arbeiterbevölkerung stets zur Handfindet“ (3 1 , 1981).
Und zur Erläuterung bzw. zum Beweise der These:
„Das Gesetz, wonach eine immer wachsende Masse von Produktions-mitteln, dank dem Fortschritt in der Produktivität der gesellschaft-lichen Arbeit, mit einer progressiv abnehmenden Ausgabe von Menschen-kraft in Bewegung gesetzt werden kann — dies Gesetz drückt sich aufkapitalistischer Grundlage, wo nicht der Arbeiter die Arbeitsmittel,sondern die Arbeitsmittel den Arbeiter anwenden, darin aus, daß, jehöher die Produktivkraft der Arbeit, desto größer der Druck der Arbeiterauf ihre Beschäftigungsmittel, desto prekärer also ihre Existenzbedingung:Verkauf der eigenen Kraft zur Vermehrung des fremden Reichtums oderzur Selbstverwertung des Kapitals. Rascheres Wachstum der Produktions-mittel und der Produktivität der Arbeit als der produktiven Bevölkerungdrückt sich kapitalistisch also umgekehrt so aus, daß die Arbeiter-bevölkerung stets rascher wächst als das Verwertungsbedürfnis desKapitals“ (610).
Ich verweise noch auf folgende Stellen, an denen der Gedanke fastimmer mit denselben Worten wiederholt wird: 593ff., 596, 602ff., 3 1 , 21 ff.
Die Kritik hat gegenüber der Marx sehen Theorie folgendes zubemerken:
Unzweifelhaft richtig ist seine Lehre von der „industriellen Re-servearmee“, das heißt die Feststellung einer der hochkapitalistischenWirtschaft innewohnende Tendenz zur immerfort sich wiederholendenAbstoßung von .Arbeitskräften aus dem Produktionsprozeß. Auch dieErklärung dieser Tatsache, die Marx gibt, ist im wesentlichen richtig: