342
Zweiter Abschnitt: Die Arbeitskräfte
Zu dem allem kommt noch, daß aus ähnlichen Gründen, wie der ge-werbliche Kapitalismus seine Bodenständigkeit aufgegeben hat, die alslandwirtschaftliche Nebengewerbe im engeren Sinne bezeichnetenIndustrien der Brauerei und Brennerei, die bis vor ein Paar Menschenalternin winzig kleinen Betrieben über das platte Land zerstreut waren und meistin Verbindung mit landwirtschaftlicher Tätigkeit ausgeübt wurden, nuninfolge ihrer Konzentration in einer immer kleineren Anzahl von Unter-nehmungen der ländlichen Bevölkerung als Nebenerwerb ebenfalls verlustiggingen. Einige Ziffern werden das bestätigen.
In der Brennerei läßt sich schon seit den 1830er Jahren ein Rückgangder kleinen bäuerlichen Brennereien beobachten, der im Zusammenhängesteht mit dem Übergang von der Kornbrennerei zur Kartoffelbrennerei.
Es betrug die Zahl der Brennereien in Preußen :
1831 = 229881839 = 159531854 = 101141865 = 7711.
Nach der Zusammenstellung bei Schmoller, Kleingewerbe, 405.
Die Gegenden, wo diese Kleinbrennerei zu Hause war, waren vor allemdie westlichen Provinzen mit überwiegend bäuerlichem Besitz. So ent-fielen im Jahre 1848 von insgesamt 11975 Brennereien auf die Rhein-provinz allein 5317. Dieterici, Übersichten. Vierte Folge. 1851. S. 354.Vgl. auch hierzu Jacobi, Studien (1854). S. 64/65.
Eine gleiche Entwicklung vollzieht sich im Königreich Sachsen.Hier gab es Brennereien (Festschrift für die XXV. Versammlung deutscherLand- und Forstwirte. 1865. S. 174):
1840
1862
überhaupt.
. . . . 1184
636
auf dem Lande ....
. . . . 977
592
Getreide-B.
. . . . 265
53
Kartoffel-B.
. . . . 904
577