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Zweiter Abschnitt: Die Arbeitskräfte
Über das deutsche Kolonialreich unterrichtet das Sammelwerk vonHans Meyer unter diesem Titel. 2 Bde. 1909/10. Zur raschen Orientierungüber Einzelprobleme dient das Deutsche Koloniallexikon von HeinrichSchnee. 3 Bde. 1920. Die kolonialwirtschaftlichen Artikel stammen meistvon K. Rathgen .
Zu vergleichen ist die auf Seite 44 ff., 227 f., 322 f. bereits angeführteLiteratur.
III. Die Städtebildung
1. Zur Theorie der Städtebildung haben das Beste schon gesagt dieökonomischen Theoretiker des 18. Jahrhunderts. Aus der neueren Literatursind zunennendasSammelwerk „DieGroßstadt“ (1903), in demH. Wae ntigdie wirtschaftliche Bedeutung der Großstädte behandelt; ferner ReneMaunier, L’origine et la fonction economique des villes. 1910. Ein ernstes,etwas zu allgemein gehaltenes Buch, dessen Hauptthema der Standortder Gewerbe innerhalb der Städte ist.
Eine dankenswerte Auszählung der Ziffern unserer Berufszählungvon 1907 nach der von mir empfohlenen Methode enthält die HeidelbergerDiss. von G. Gassert, Die berufliche Struktur der deutschen Großstädteusw. 1907.
2. Im wesentlichen mit der statistischen Tatsache der Städtebildungin der modernen Zeit beschäftigt sich eine Reihe vortrefflicher Werke derneueren Literatur, von denen ich folgende namhaft mache: Grundlegendist das Buch von Legoyt, Du progres des agglomerations urbaines et del’emigration rurale. 1870. Einen guten Überblick gewährt Beiochs Re-ferat über: „Die Entwicklung der Großstädte“ auf dem InternationalenKongreß für Hygiene und Demographie 1894. Comptes rendus et memoires.1896. Tome VII. In erfreulicher Weise ergänzen sich die beiden folgendenWerke, die das Problem erschöpfend behandeln: P. Meuriot, Des ag-glomerations urbaines dans l’Europe contemporaine. 1897, und A. F.Weber, The Growth of the Cities inthe XIX. Century. 1899. P. Meuriothat auf dem 1. Congrfes international etc. des villes (1913) noch ein Referaterstattet über die „Relations des grandes villes ä la population generalede l’Europe de 1800 ä nos jours“. P. Beusch , Wanderungen und Stadt-kultur. 1916. Vorzügliche Zusammenstellung des Tatsachenmaterials undder Gründe des „Zuges nach der Stadt“.
Das Problem der „Agglomeration“ über den Bereich der Stadt impolitischen Sinne hinaus haben vornehmlich behandelt: Edm. J. James,The Growth of Great Cities in den Annals of Am. Academy of Pol. andSoc. Science (Jan. 1899) und S. Schott , Die großstädtische Agglomerationdes Deutschen Reiches. 1912.
3. Unverwendbar für unsere Zwecke ist leider die geographischeLiteratur über das Städtewesen. Sie hat eine so verschiedene Fragestellung,daß sie sich mit unsern Problemen überhaupt nicht berührt (Kohl!).Siehe den Überblick über diese Literatur z. B. bei K. Hassert , Die Städtegeographisch betrachtet. 1907.