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Zweiter Abschnitt: Die Arbeitskräfte.
Stadtbahnen,ohne denStadtverkehr d.Hauptbahnen
Straßen-
bahnen
Omnibusse
Be-
völkerung
Fahrtenauf einenEinwohner
1876
40547398
41424428
_
3605510
22,7
1901
236506162
269933750
340772414
6581402
128,7
1911
436498785
346000000
821819741
7251358
221,2
Ziffern bei R. Eberstadt, Handbuch des Wohnungswesens, 4. Aufl.(1920), 441, 447, 448 f.
c. amerikanische StädteFahrten auf einen Einwohner:
Philadelphia 480
Die Ziffern gelten für 1908 und wurden auf der Berliner Städtebau-ausstellung bekannt gegeben.
Als persönliche Existenzbedingung der Städtebildung könnenwir die Möglichkeit bezeichnen, über eine dem Wachstum der Städteentsprechend große Menschenmasse zu verfügen, die gewillt oder ge-nötigt ist, in der Stadt zu leben. Das sind aber zum überwiegenden TeileMenschen, die in die Stadt eingewandert sind, da sich der rasche Zuwachsder städtischen Bevölkerung selbstverständlich nicht aus der frühervorhandenen Bevölkerung in den Städten ergeben konnte.
Wer waren die Massen, die während des 19. Jahrhunderts in dieStädte strömten, und was bewog sie, hier ihren Wohnsitz aufzuschlagen ?
(1.) Wer wanderte in die Städte? Diese Frage habe ich schon imwesentlichen beantwortet, als ich die Gründe auseinanderlegte, diedie Menschen vom Lande und aus den kleinen Städten wegtrieb: wasdort wegzog, finden wir, soweit es nicht auswanderte, hier wieder.
Der Qualität nach gehören insbesondere die in die Großstadt ein-wandernden Personen entweder den obersten Schichten der gelerntenArbeiter oder den völlig ungelernten Arbeitern (Tagelöhner, Mädchen)an; jene liefern die Klein- und Mittelstädte, diese das Land.
Eine der besten Untersuchungen über den Beruf der Eingewandertenvor und nach der Wanderung ist die von H. Llewellyn Smith, Influxof Population in Charles Booth, Life and Labour of the people in