544 Erster Abschnitt: Die Elemente des wirtschaftlichen Prozesses
so hoch wie die der Hilfskraft. Würde die Entlohnung der Arbeitskraftdes Inhabers entsprechend höher angenommen werden, so würde die Über-legenheit des Großbetriebes noch deutlicher in die Erscheinung treten.
Für die’ 1 gewerbliche Produktion seien einige Beispiele aus derMaschinenindustrie beigebracht. Bei ,der Steigerung der Produktion um50% sank der Preis bei gleicher Technik eines
Pumpenmodells A von Mk. 197 auf Mk. 162B „ „ 880 ,, „ 738
„ _ C „ „ 1593 „ „ 1345
In einer Schreibmaschinenfabrik kostete eine Maschine bei einer Er-zeugung von
100 ... . Mk. 220,—
500 „ 160,—
1000 „ 140,—
2000 „ 125,—
Desgleichen Bohrwerkzeuge bei einer Erzeugung von1200 .... Mk. 1,84
3430 .... „ 1,76
8560 .... „ 1,51
12400 .... ., 1,40
Kurt Rathenau, a. a. O. Seite 17f. Dortselbst auch noch andereinteressante Zahlenangaben.
Daß alle diese Vorteile nur bis zur Grenze der optimalen Be-triebsgröße fühlbar sind, mag noch einmal ausdrücklich hervorgehobenwerden.
Auch die Ausdehnung des Betriebes ist an bestimmte Bedin-gungen geknüpft. Diese sind
(1) die Größe des zur Verfügung stehenden Kapitals;
(2) die persönliche Eignung der Leiter, Unterleiter xmd Spezial-arbeiter; die Menge der zur Verfügung stehenden Arbeiter;
(3) die Größe des Verwendungs-, insonderheit des Absatzminimums.
Aus der Anpassung der Betriebsgröße an diese Bedingungen ergibt
sich der Begriff des relativen Optimums.
Eine Betriebsvergrößerung ist mit steigendem Ertrage (wach-sendem Profite) verknüpft, solange sie sich bis zu dem Optimum hinbewegt; sobald sie das Optimum überschreitet, sinkt der Ertrag (ver-ringert sich der Profit).
b) Die Betriebsvergrößerung
Diese kann erfolgen:
(1) durch Ausweitung eines einzelnen Betriebes an Ort und Stelle;
(2) durch Errichtung eines neuen Betriebes, der mit einem be-stehenden zu einem Gesamtbetriebe vereinigt wird, und zwar: