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3 (1838)
Entstehung
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Von dci» Leben und den Wcrlc» dcS Plautus. 3

man um so vicl mchr zweifeln, jc mehr man Beyspiele von Dich-tern anführen könnte, welche Armuth und Niedrigkeit entkräftetund zu Boden geschlagen hat. So viel ist gewiß, PlautuSmuß sehr zeitig Eomödicn zu schreiben angefangen haben, wennalle, die man für seine Arbeit ausgegeben hat, wirklich von ihmsind. Zm Anfange muß er mit seiner Arbeit glücklich gewesenseyn. Er hatte nämlich, wie uns Gcllius berichtet, damit soviel gewonnen, daß er eine Handlung anfangen konnte'').Vielleicht, daß er seine Stücke an die Acdilcs verkaufte, viel-leicht, wann diese Einrichtung, damals, noch nicht war, daß ersie selbst auf seine Unkosten aufführen ließ, und den Nutzendavon zog. Aus den Worten des GelliuS kann man nichtsgewisses schließen. Das erste ist zwar wahrscheinlicher, weil auseinigen Stellen in seinen Lustspielen klar ist"), daß die Acdilcsschon damals die Aufsicht über die Schauspiclc gchabt haben.Dem sey wie ihm wolle. 'Plaulns war aus einem comischcnDichter ein Handelsmann geworden. Er suchte sich vielleichtdadurch in solche Glüclsumständc zu versetzen, worinn er seinerNeigung mit mchr Bequemlichkeit gcnugthun könne. Allein seineHoffnung schlug ihm fehl. Er vcrlohr durch seinen Handel al-les, was cr sich so rühmlich vcrdicnt hatte, und kam in größterArmuth wicdcr nach Rom zurück. Hicr nun nahm cr seine er-ster» Bcmühungcn wicdcr vor. Allein cin Lustspiel ist nichtgleich gemacht, und ohne Zweifel fand cr auch nicht gleich Ge-legenheit es unterzubringen. Die Noth zwang ihn also, sich zucincm Becker zu vcrmicthcn, bcv dcm cr die Handmühlcn ^) drehte.

<>Z Eellius im Z Hauplst, des Z Buchs seiner attischen Nächte: Sa-/ui'/nne»! ei ^/l?c/,>/»u!, <?I ieiliüm <>umuwm, eu^j»!« »»i>« »lilii »om«»»«» tunneiil, in niluino I'iiniiimi iiisMu Vüiio ei >>Ieri<ine !>>ii momn-rig>! irininlvruiii, eum neciiiiiii nmni, !>»!iin i oneri» »rliticnm si'l?»icor»mpepereritl, in i»>n'c!Ui»»iiM!, verilil», i«v>>!, IInin-un re>iiisui, >>> ni> s>»!iere»->i»m viclum »<> cil'viiinüßoinw» mnl»«, >i»i>e irus-tliieü »nix-llünlur, oni?r«mpiclori lociiss«!. iZici» <Ie >A>!vio quoiinv !»!<:enimus, I^iiinUü« c-uiu in cül-cere iluns serinsissi?, Iliirinlum ei I.evniem.

eZ Eicbc den Vorredner des Amplntrno, 72.

s) Diese Handmühlcii bießcn bei) den Römern ^rusniiie?- c,-. inni-,,?. Vondem eilten Zcilworle 'r>«wri, dcm ^req>ien,A>ivo von iruiii. Bey den Grie-chen heißen sie x^o,".^«-

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