4 Beyträge zur Historie und Aufnahme des Theaters,
Gewiß cinc niedrige Beschädigung für einen Dichter«). Allci»die Schande fällt nicht ans ihn, sondern auf die undankbarenund unempfindlichen Römer. Ungcacht dieser knechtischen undfast viehischen Arbeit, behielt Plautus noch immer einen genug-sam aufgeräumten und muntern Geist, seine komischen Werkefortzusetzen. Er machte die Zeit über, da er sich in der Mühleaufhielt, drey Lustspiele) zwey davon nennt uns Gcllius,,>i'o und ^M/cötts. Er beruft sich auf das Zeugniß des Varro ,lViliFontiMmi invowFatoils -mt'xiuiwtis, wie ihn Eiccro nennt.Die Stücke selbst sind vcrlohrcn gegangen, auch von ihrem In-halte weis man nichts zu sagen, und aus den Benennungenläßt sich wenig oder gar nichts schließen''). Aus dem ^Miewsführt der ungenannte Ausleger des Virgils über das 4 BuchGeorg, cinc Zeile an:
t>^)UK lacero ii'imio «iriirm «lormlrv Minola: vctornum motuo.Ohne Zweifel hat der gute Plautus damals auch, wann ervom Drehen ermüdet war, zur Erquickung lieber an seinen Lust-spielen arbeiten, als schlafen wollen. Aus dem 8-rwrio aberhat uns Fcstus unterschiedene Stellen aufbehalten. Man findetin der Nachricht des Gcllius und des Hicronymus'), die sie
Alhcnäns crzäl'lt cin gleiches von den Wcllwciscn Asklcpiadcs undMcnedcmus. Sonst ist auch ans dem Lacrlius bekannt, daß der stoische Welt-weise Clcantbcs des Naclits Wasser, zur Bcgicßnng der Pflanzen, gepumpt,und damit seinen Unterhalt gesucht hat.
i>) Herr Limicrs übersetzt .-vaaiclus durch iv V-llkl oiieikkÄiil. Ich kannnicht begrciffen, wie die wabrc Bedeutung des Worts ^aai^i»« einem Ucbcr-sctzcr des Plautus hat unbekannt seyn können, Ich will nicht leugnen, daßes nicht dann und wann ergeben, gehorsam heiße, Plautus aber brauchtes in cincm ganz andern Verstände, .-vadic«, wurden nämlich diejenigen ge-nemtt, die ibre Schuldner nicht befriedigen konnten, und ihnen deswegen vondem Richtcr als Kncchlc zugesprochen wurden. Sie wurden auch nicht eherwieder srcv, als bis sie ihre Schulden bezahlt halten. Man sehe die Bac-chid. im 5> Auszüge im 2 Austritt v. 87, desgleichen im Rubens, Anfz, 3,Aufl. V. v. ZZ. Ohne Zweifel hat also Plaulus in diesem Stucke etwa»einen Hurcnwirlli, der seinen Klägern von dem Prätor zum Sklaven über-geben wird, aufgeführt, s-uuriv ist der Name eines Schmarotzers, derglei-chen Paulus auch in der persa vorgestellet hat.
i) Hicronvmns in der Chronike des Enscbins: vl^inp. 14Z. ?I-um,5ex Vinlin» Snill»!,-! Nnm-ii- morilur, qui iirnplor »»»onse «lissicull-rlom lul
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