AchtunddreilSigstes Kapitel: Die Art und Weise der Bedarfsbefriedigung (315
Die Statistik weist für Deutschland folgenden Bestand an Erwerbs*tätigen in der Gast- und Schankwirtschaft auf:
1882 . 422458
1895 . 700919
1907 . 939306.
Quelle: siehe bei (a).
Einen genauen Bericht besitzen wir über die Entwicklung der Hotel-industrie in der Schweiz. Danach hatte die Gesellschaft schweizerischerGastwirte
1882 . 169 Mitglieder mit 13668 Zimmern
1905 . 1090 „ „ 91654
während die Gesamtzahl der Betten in schweizerischen Hotels in diesemJahre 124000 betrug.
Die Durchschnittszahl der Betten in einem Hotel war:
1894 . 52
1905 . 64.
Die Zahl der Angestellten im Gastwirtsgewerbe bezifferte sich auf
1880 . 16022
1894 . 23997
1905 . 33480.
Die Höhe der in der Hotelindustrie angelegten Kapitalien betrug:
1880 . 319500000 Franks
1894 . 518927000 „
1905 . 777507000 „
Bericht des französischen Konsuls in Basel im „Fconomiste europeen“,mitgeteilt in der „Schweizerischen Zeitschrift für kaufmännisches Bildungs-wesen“, 2. Jahrg., S. 29f.
(e) Hauseinrichtung: Zunahme der kollektiven Versorgung mit Wasser,Gas, Elektrizität.
Vor dem Kriege nahm man an, daß die Bevölkerung Deutschlands ihren Beleuchtungsbedarf wie folgt befriedigte:
Berechnung des Oberingenieurs Othmer bei Walter Le Coutre in den Sehr. f. VfSP. 142. III, 12.
Danach würde also die kollektive Bedarfsbefriedigung schon damalsdie bei weitem verbreitetste Form (85,7%) gewesen sein.
(f) Verkehrsmittel: Zunahme der Eisenbahnen, Straßenbahnen, Dampf-schiffe; aber auch der Leistungen der Post, Telegraphie und Telephonie.
Hierfür habe ich bereits in anderem Zusammenhänge ein reichhaltigesBeweismaterial beigebracht (siehe oben Seite 282ff., unten Seite 652ff.).
Ich will noch die Ziffern nachtragen, die die Zahl der in den Verkehrs-gewerben, soweit sie hier in Betracht kommen, beschäftigten Erwerbs-tätigen für Deutschland angeben.