712
Dritter Unterabschnitt
Die Rationalisierung der Betriebe
(Produktion)
Quellen und Literatur
I. Bibliographien—Quellen
1. Das Schrifttum, das sich mit der Gestaltung der Betriebe — sei esvom nationalökonomischen, sei es vom sog. „betriebswissenschaftlichen“Standpunkt — befaßt, ist während der letzten Jahrzehnte mächtig insKraut geschossen. Um welche unüberblickbaren Mengen an Schriften essich handelt, lassen die Bibliographien erkennen, deren mehrere inletzter Zeit erschienen sind.
In deutscher Sprache besitzen wir die Zusammenstellung von GeorgSinner, Betriebswissenschaft. 2., erweiterte Auflage 1920. Sie verzeichnetdie Bücher und (größeren) Zeitschriftenaufsätze, die von 1908 bis 1920 indeutscher (und, „soweit erreichbar“, in englischer und französischer) Sprachezum Thema, das ziemlich eng privatwirtschaftlich gefaßt ist, erschienensind — mit Ausschluß des Schrifttums über landwirtschaftlicheBetriebe. Die Bibliographie enthält über 900 Titel.
Das will aber noch gar nichts besagen.
Ein Verzeichnis von Cannons, das mir glücklicherweise nicht bekanntgeworden ist, soll 3500 Schriften allein zum Problem der Arbeitsorganisa-tion, meist in englischer Sprache, die Bibliographie der London Associationzur Förderung der Wissenschaft 1700 Titel zum Ermüdungsproblem ent-halten. Eine geschickte Auswahl der deutschen , französischen und eng-lischen Literatur (meist nur auf die Arbeitsorganisation, die Vergeistungbezüglich) findet sich bei J. Ermanski, Wissenschaftliche Betriebs-organisation und Taylor-System. Aus dem Russischen von JudithGrünfeld. 1925.
Eine allerneueste Erscheinung ist eine bibliographische Zeitschrift:Das betriebswirtschaftliche (!) Schrifttum. Nachweis und Auswertungder in- und ausländischen Fachliteratur. Herausgegeben vom Ausschußfür wirtschaftliche Verwaltung. 1. Jahrgg. 1. Heft Sept. 1926. Erscheint12 mal im Jahre im Umfang von 102 Spalten in 4° jedes Heft.
Die betriebswissenschaftliche Literatur im weiteren Sinne bildet nunaber auch noch den Inhalt der allgemeinen sozialwissenschaftlichenBibliographien wie der deutschen , im amtlichen Aufträge erscheinenden„Bibliographie für Sozialwissenschaft“ (die übrigens mangels eines Stich-wortverzeichnisses für wissenschaftliche Zwecke so gut wie unbrauch-bar ist).