714 Dritter Abschnitt: Die Gestaltung d. wirtschaftl. Prozesses i. d. Geschichte
Gesichtspunkt der Finanzierung, Clark unter dem Gesichtspunkt derKosten. Allerdings bringen sie für deutsche Leser nichts wesentlich Neues.Beide Verfasser kennen die nicht-englische (nicht-amerikanische) Literaturleider gar nicht.
Einen reichen Stoff enthält auch das Sammelwerk von H. A. Over-street and others: Scientific Foundations of Business Administration.Edited by Henry C. Metcalf. 1926. Es besteht aus folgenden Abtei-lungen , deren j ede von verschiedenen Autoren bearbeitet ist: The PhilosophicalFoundations; The Biological Foundations; The Psychological Foundations;Basis Principles of Administration and of Management; Practical Ap-plications of Scientific Principles to Business Management.
Aus der englischen Literatur ragen noch heute hervor die bekannten,öfters genannten Bücher von Marshall, zu denen sich die verschiedenenSchriften von John Lee gesellen, die aber mehr privatwirtschaftlichenInhalts sind. Die letzte ist: An Introduction to industrial administration.1925. Neuerdings hat der bekannte Wirtschaftshistoriker Sir WilliamAshley seine Ansichten über die „Geschäftswissenschaft“, wie er rechtpassend unsere Betriebswissenschaft nennt, niedergelegt in der Schrift:Business Economics. 1926.
In der französischen Literatur verdienen Beachtung die mehr privat-wirtschaftlich gedachten Schriften von A. Liesse, Les entreprises in-dustrielles, fondation et direction. 1919 und I. Carlioz, Le gouverne-ment des entreprises commerciales et industrielles. 1921. Einen höherenRang nimmt ein das Werk von Jean Paul Palewski, Le röle duchef d’entreprise dans la grande industrie. Etüde de Psychologie eco-nomique. s. a. (1924.) Das gehaltvolle Buch bewegt sich vielfach inmeinen Gedankengängen, die der Verfasser aber, wie er mir schreibt,erst nachträglich aus den in den letzten Jahren erschienenen, französi-schen Übersetzungen meiner Werke kennengelernt hat. Über Fayol :siehe unten S. 720.
In der deutschen Literatur kommen die schon des öfteren angeführtenausgezeichneten Werke der Nationalökonomen J. Hirsch und Th.Vogelstein vornehmlich in Betracht. Legen diese den Nachdruck aufden Handels- und den Industriebetrieb, so wäre als dritter für die Lehrevom Bankbetrieb noch G. v. Schulze-Gaevernitz mit seiner Arbeitüber Bankwesen im GdS. Band V zu nennen.
Unter den Werken der „Privatwirtschaftler“ (mit keineswegs immerprivatwirtschaftlichem Inhalt) verdienen genannt zu werden: G. Peiseler,Zeitgemäße Betriebswirtschaft. I. Teil. Grundlagen. 1921. (Standpunktdes Ingenieurs); H. Nicklisch , Wirtschaftliche Betriebslehre. 6. Aufl.1923 (wesentlich buchhalterisch gesehen); A. Schilling, Die Lehre vomWirtschaften. 1925 (sehr „grundsätzlich“).
Die besten Darstellungen für die drei Hauptgebiete des Wirtschafts-lebens sind jetzt wohl: F. Aereboe , Allgemeine landwirtschaftlicheBetriebslehre. Zuerst 1917; F. Leitner, Betriebslehre der kapitalistischen Großindustrie, im GdS VI. 2. Aufl. 1923 (völlig umgearbeitet); J. F. Schär,Allgemeine Handelsbetriebslehre. 1. Band, 4. Aufl. 1921 (anschaulich).